Weniger Infektionen durch Krankenhauskeime in NRW

Wilfried Goebels

Düsseldorf.  In NRW sinkt die Zahl der Patienten, die sich mit Krankenhauskeimen infizieren. 2013 meldeten die Gesundheitsämter 1334 Fälle – fast zehn Prozent weniger als 2012. In diesem Jahr setzt sich der Rückgang der Erkrankungen mit lebensbedrohlichen multiresistenten Keimen (MRSA) nach Angaben des Gesundheitsministeriums fort. Bis September wurden 907 Fälle gemeldet – 15,4 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Ursachen sind ein besseres Hygienemanagement und routinemäßige Prüfungen in Kliniken. Bundesweit sterben rund 20 000 Menschen im Jahr an den Folgen einer MRSA-Infektion.

In der Antwort auf eine CDU-Anfrage teilte Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) allerdings mit, dass sich die Meldezahlen bei Infektionskrankheiten in NRW insgesamt auf 61 264 Fälle im Jahr 2013 erhöht haben. Das sind knapp zehn Prozent mehr als 2012. Die meisten meldepflichtigen Infektionen gab es bei akuten Magen-Darm-Erkrankungen (27 000 Fälle) sowie durch gefährliche Bakterien in Lebensmitteln. Hier meldeten die Gesundheitsämter 16 049 Fälle. Bei Influenza wurden 6300 Infektionen, Legionellen 319, Salmonellen 3903 und Hepatitis 1100 Erkrankungen gemeldet. Laut NRW-Gesundheitsministerium gab es seit 2009 nur eine Erkrankung an Cholera sowie drei Erkrankungen an Diphtherie. Für Masern meldeten die Gesundheitsämter im Jahr 2013 einen Anstieg der Infektionen auf 128 Fälle (2012: nur 18 Infektionen). Nach der jüngsten Übersicht des Ministeriums infizierten sich 2013 insgesamt 2557 Urlauber und Geschäftsreisende im Ausland.