„Weißer Ring“ hilft Flüchtlingen

Wilfried Goebels

Düsseldorf.  Der Opferschutzverein „Weißer Ring“ wird sich künftig mehr um Flüchtlinge kümmern. Die wiedergewählte Bundesvorsitzende Roswitha Müller-Piepenkötter (CDU) gegenüber dieser Zeitung verwies darauf, dass immer mehr Flüchtlinge als Opfer von Bürgerkriegen stark traumatisiert nach Deutschland kommen. Müller-Piepenkötter appellierte an Kommunen und Innenministerium, diese Menschen in speziellen Trauma-Ambulanzen behandeln zu lassen.

Mit den stark steigenden Flüchtlingszahlen wächst auch das Risiko der Gewalt gegenüber Asylbewerbern und zwischen verfeindeten ethnischen Landesgruppen. Meist würden Auseinandersetzungen zwischen den Streitfamilien selbst geklärt, sagte Müller-Piepenkötter. Der „Weiße Ring“ unterstütze Flüchtlinge aber bei Sprachproblemen im Umgang mit Behörden und helfe nach Körperverletzungen bei Anträgen für Opferentschädigungen.

Der Opferschutzverein verlangte die Einsetzung eines „Fachanwalts für Opferrechte“, der sich auf die zivilrechtliche Behandlung von Opferentschädigungen spezialisiert hat. Der „Weiße Ring“ hat bundesweit 3000 ehrenamtliche Helfer, die Verbrechensopfern in ihrer Notlage persönlichen Beistand anbieten.