Walter Lübcke erschossen: Mysteriöser Polizei-Einsatz auf Fähre in Nordsee – drei Festnahmen

Auf einer Fähre vor der Insel Wangerooge soll es einen großen Polizeieinsatz gegeben haben. Steht der mit dem Mord an Walter Lübcke in Zusammenhang?
Auf einer Fähre vor der Insel Wangerooge soll es einen großen Polizeieinsatz gegeben haben. Steht der mit dem Mord an Walter Lübcke in Zusammenhang?
Foto: Imago images

Hat die Polizei neue Tatverdächtige im Fall des ermordeten CDU-Politikers Walter Lübcke (†65) geschnappt?

Wie die „Bild“ berichtet, soll ein SEK-Einsatz auf einer Urlaubsfähre zur Nordseeinsel Wangerooge im Zusammenhang mit dem Mord am Regierungspräsidenten des Regierungspräsidiums Kassel stehen.

Walter Lübcke: Schnappten SEK-Beamten Tatverdächtige auf einer Fähre?

Was war passiert? Am Samstag soll die Fähre im Hafen Harlesiel ablegen. Eine Urlauberin berichtet dem Portal, dass sich die Abfahrt des Schiffes zunächst verzögert hätte, dann hätte alle Passagiere das Schiff verlassen müssen.

Im Hafen sei ein Großaufgebot an Polizei gewesen, die auch mit schusssicheren Westen und Waffen ausgerüstet waren. Dabei wurden zwei Männer und eine Frau von der Polizei abgeführt. Ob es sich dabei um Tatverdächtige im Mord an Walter Lübcke handelt, wollten die Ermittler laut „Bild“ nicht bestätigen.

Die örtliche Polizei Wilhelmshaven erklärte: „Die polizeilichen Maßnahmen, bei dem Kräfte aus Niedersachsen eingesetzt waren, fand für ein anderes Bundesland statt.“ Aus ermittlungstaktischen Gründen und um das laufende Verfahren nicht zu gefährden, könnten aktuell keine weiteren Auskünfte erteilt werden.

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Der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke (†65) starb in der Nacht am ersten Juniwochenende durch einen Schuss in den Kopf, der aus nächster Nähe abgefeuert wurde. Die Wiederbelebungsversuche waren ohne Erfolg. Mehr dazu liest du hier >>>

Die Polizei ermittelte anschließend in alle Richtungen wegen eines Tötungsdelikts. Nachdem der Fall in der ARD-Sendung „Aktenzeichen XY“ vorgestellt wurde, gingen bei der Polizei über 80 Hinweise ein. Ein Verdächtiger wurde nach einer Vernehmung am Samstag wieder entlassen.

Lübcke wurde von Rechten angefeindet

Lübcke war ein politischer Spitzenbeamter aus den Reihen der CDU. Er leitete für zehn Jahre das Regierungspräsidium Kassel, eine Verwaltungsbehörde auf mittlerer Ebene zwischen dem Land Hessen und den Gemeinden.

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Trauerfeier in dieser Woche

Sein Tod sorgte in Hessen für große Bestürzung. Zugleich wurde deutlich, dass Lübcke seit der Flüchtlingskrise von Rechten massiv angefeindet und bedroht wurde.

Die Trauerfeier für den nordhessischen Regierungspräsidenten ist für den 13. Juni in Kassel geplant. In der Martinskirche wird es einen Trauergottesdienst mit „protokollarischen Ehrenbekundungen“ geben, wie eine Sprecherin der hessischen Landesregierung angekündigt hatte. (mit dpa)

 
 

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