Wahl in Sachsen und Brandenburg: DAS spielt der AfD besonders in die Karten

Die AfD um Andreas Kalbitz ist nach der Landtagwahl in Brandenburg zweitstärkste Kraft.
Die AfD um Andreas Kalbitz ist nach der Landtagwahl in Brandenburg zweitstärkste Kraft.
Foto: Christophe Gateau/dpa

Sowohl in Sachsen als auch in Brandenburg ist die Wahlbeteiligung massiv gestiegen. Den Parteien ist es gelungen, vor allem Nichtwähler zurück an die Urne zu holen.

Sachsen erreichte mit 66,6 Prozent die zweithöchste Wahlbeteiligung seit der Wiedervereinigung. Nur 1990 stimmten mehr Menschen in dem Bundesland ab (72,8 %).

Auch in Brandenburg zeigte sich ein anderes Bild, als noch bei den Landtagswahlen 2014. Vor fünf Jahren ging nicht einmal jeder Zweite zur Wahl (47,9 %), diesmal waren es 61,3 Prozent. Etwa 2,1 Millionen Menschen waren in Brandenburg und 3,3 Millionen in Sachsen wahlberechtigt.

Doch wer profitiert von der steigenden Wahlbeteiligung?

Sachsen: CDU verliert massiv an die AfD

Ein Blick auf die Wählerwanderung lohnt sich. Denn gerade die AfD profitiert von der wachsenden Wahlbeteiligung. In Sachsen gaben 226.000 vorherige Nichtwähler der AfD ihre Stimme.

Mit 84.000 Stimmen wanderten die meisten Wähler von der CDU zur AfD. Doch auch andere von den Linken bis zur FDP verloren Wähler an die AfD.

Besonders die Linke gab 29.000 Wähler an die AfD ab, die SPD hingegen nur 11.000 Stimmen.

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Mehr zu den Landtagswahlen:

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Ein ähnliches Bild ergibt sich in Brandenburg. Knapp 100.000 vorherige Nichtwähler schenkten der AfD ihre Stimme. Den größten Aderlass verzeichnete auch hier die CDU: 28.000 Wähler verloren die Christdemokraten an die AfD.

Auf Platz zwei landet die SPD (12.000), gefolgt von den Linken (11.000).

Die Ergebnisse für Sachsen im Überblick

Die Ergebnisse für Brandenburg im Überblick

(mb)

 
 

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