Vier Ausbilder unter

Düsseldorf.Misshandlungsvorwürfe gegen mehrere Ausbilder der NRW-Justizvollzugsschule (JVS) in Wuppertal haben die Landespolitik aufgeschreckt. Die Schulleitung stellte inzwischen Strafanzeige. Das Justizministerium hat parallel bei den Leitern aller NRW-Gefängnisse angefragt, ob sich Schulabsolventen des Jahrgangs 2011 bei ihnen über entwürdigende Unterrichtsmethoden in Wuppertal beschwert hätten. „Weitere Schritte zur Sachverhaltsaufklärung werden folgen“, erklärte ein Ministeriumssprecher auf Anfrage.

Die Opposition im Düsseldorfer Landtag wird in der kommenden Woche Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) zu den Berichten über systematische Erniedrigung und paramilitärische Unterweisung angehender JVA-Beamter vernehmen.

Das Justizministerium hatte am Donnerstag eingeräumt, dass sich junge Gefängnis-Bedienstete über körperliche und seelische Misshandlungen während der Ausbildung beschwert hätten. CDU-Fraktionsvize Peter Biesenbach berichtete nach eigenen Recherchen von schlimmen Vorwürfen. Bei der Unterrichtseinheit „Waffenlose Selbstverteidigung“ sei es zu Körperverletzungen und Psychoterror gekommen. Im Verdacht stünden demnach vier Ausbilder.

Besprechung mit dem Minister

Die CDU wirft Kutschaty „mangelnde Dienstaufsicht“ vor. Bei einer Besprechung im Beisein des Ministers am 15. Juni 2011 sei eine Erörterung der JVS-Vorgänge von Kutschatys Staatssekretärin unterdrückt worden.

Das Ministerium weist diese Darstellung zurück. „Die jetzt bekannt gewordenen Vorwürfe waren nicht Gegenstand der vertraulichen Besprechung“, so Kutschatys Sprecher.

 
 

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