Verfassungsschutz soll AfD-Führung beobachten

Die AfD nähere sich immer mehr der rechtsextremen Partei NPD an, sagte SPD-Vize Ralf Stegner nun in einem Interview.
Die AfD nähere sich immer mehr der rechtsextremen Partei NPD an, sagte SPD-Vize Ralf Stegner nun in einem Interview.
Foto: dpa
Ralf Stegner vergleicht die AfD mit der rechtsextremen NPD. Auch Pegida müsse vom Verfassungsschutz überwacht werden.

Berlin .  SPD-Vizechef Ralf Stegner will die AfD-Führung vom Verfassungsschutz beobachten lassen. Das sagte der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Schleswig-Holstein in einem Interview mit der Zeitung „Die Welt“.

Typen wie der Thüringer AfD-Chef Björn Höcke seien ein Fall für Verfassungsschutz und Staatsanwaltschaft, sagte Stegner. Insgesamt nähere sich die AfD der rechtsextremen Partei NPD an. Laut Stegner sei jemand wie Höcke „von Neonazis nicht mehr zu unterscheiden“. Neben der AfD-Führung müssten auch die „rechtsextremen Kriminellen in der Pegida-Führung“ vom Verfassungsschutz beobachtet werden. „Die verbalen Brandreden von heute sind die Brandsätze von morgen.“

Stegner warnte, dass die Gefahr für die Demokratie von rechts komme. Darum müssten sich die Behörden nun kümmern. „Bei der Mordserie der rechtsextremen Mörderbande NSU hat der Staat versagt. So etwas darf nie wieder passieren.“ jkali