USA und China vereinbaren Gespräche über Cybersicherheit

Reist nach Kalifornien, um mit US-Präsident Obama Gespräche über Cybersicherheit zu führen: Chinas Staatspräsident Xi Jinping.
Reist nach Kalifornien, um mit US-Präsident Obama Gespräche über Cybersicherheit zu führen: Chinas Staatspräsident Xi Jinping.
Foto: AFP
Laut einem US-Medienbericht haben sich die politische Führung der USA und Chinas darauf verständigt, sich künftig regelmäßig über Cybersicherheit und Industriespionage auszutauschen. Zuletzt hatten vermeintliche Hackerangriffe aus China auf die USA zu Spannungen geführt.

Washington..  Die USA und China haben nach einem Bericht der "New York Times" beschlossen, zukünftig auf hoher Ebene regelmäßig Gespräche über Cybersicherheit und Industriespionage zu führen. Wie das Blatt am Samstag online berichtete, sollen die Gespräche im Juli beginnen. Es sei ein erster diplomatischer Versuch, die Spannungen zwischen beiden Ländern abzubauen, die nach US-Darstellung durch chinesische Hackerattacken und den Diebstahl von Betriebs- und Regierungsgeheimnisse entstanden sind. Washington vermutet China hinter den Cyberangriffen, während Peking erklärt, selbst Opfer von Hackerattacken zu sein.

Am Samstag hatte US-Verteidigungsminister Chuck Hagel China wegen wiederholter Cyberangriffe auf Einrichtungen in den USA kritisiert. Das Land stecke hinter einer langen Kette von Cyberattacken, Cyberspionage, Sabotage und Hackerangriffen, sagte Hagel beim Shangri-La-Dialog in Singapur. Die chinesischen Cyberattacken würden zu einem ernsten militärischen Anliegen. Man müsse das dringend und einvernehmlich klären, hatte Hagel betont.

Am kommenden Freitag treffen US-Präsident Barack Obama und der chinesische Präsident Xi Jinping zu einem informellen Gipfeltreffen in Rancho Mirage in Kalifornien zusammen. Dort werden Hackerangriffe laut "New York Times" ein zentrales Thema sein. Ein anderes wichtiges Thema sei Nordkorea, dessen Atomwaffenprogramm nicht nur die USA und Südkorea mit Besorgnis erfüllen, sondern auch von den Chinesen kritisch gesehen wird. (dpa)

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