US-Wahl-Ergebnis: Wer wählte Biden, wer Trump? Eine Statistik ist katastrophal für den Präsidenten

So funktioniert die US-Wahl

So funktioniert die US-Wahl

Am 3. November wird in den Vereinigten Staaten der Präsident gewählt. Wir erklären einige Besonderheiten der US-Wahl.

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Das endgültige Ergebnis bei der US-Wahl 2020 steht noch aus. Doch Nachwahlbefragungen des TV-Senders CNN ergeben ein klares Bild, welche Wähler für Joe Biden oder für Donald Trump stimmten.

Die Statistiken zeigen, wie gespalten die Nation bei der US-Wahl 2020 war, denn der Riss geht quer durch Geschlechter und Ethnien.

Wähleranalyse zur US-Wahl 2020: Diese Bevölkerungsgruppen stimmten für Trump und Biden

Donald Trump hat in der Endphase des US-Wahlkampfs fast schon verzweifelt um ihre Stimmen gebuhlt: Vorstadtfrauen! Doch Nachwahlbefragungen im Auftrag von CNN ergeben ein eindeutiges Bild:

  • 56 Prozent der Frauen stimmten für Joe Biden und nur 43 Prozent für den Amtsinhaber Trump.
  • Bei den Männern hat Trump mit 49 zu 48 Prozent leicht die Nase vorne.

Zu ähnlichen Werten kommt auch das Institut Edison Research. Interessant: 2016 holte Hillary Clinton nur 41 Prozent der Männer-Stimmen, jetzt kam Biden auf 48 Prozent und sogar bei den Frauen holte er zwei Prozentpunkte mehr. Die Demokraten sind also ausgeglichener, was die Verteilung der Geschlechter bei den Wählern angeht.

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Ebenfalls anschaulich werden die Unterschiede bei den Wählergruppen bei einem Blick auf deren Alter:

  • Bei Wählern über 65 Jahre führt Donald Trump mit 51 Prozent vor Joe Biden mit 48.
  • Je jünger die Wähler jedoch waren, desto kleiner wird der Anteil der Trump-Anhänger.
  • Bei den Wählern zwischen 18-29 Jahren stimmte fast nur jeder Dritte für Trump (35 Prozent), jedoch 62 Prozent für Biden.

US-Wahl 2020: Nur zwölf Prozent der Afroamerikaner stimmten für Trump

Menschen in Städten wählten zu 60 Prozent für Biden, 37 Prozent für Biden. In Vorstädten war es recht ausgeglichen, mit Vorteilen für Biden (51-48 Prozent), auf dem Land dagegen war Trump mit 54 Prozent vorne.

Noch viel eindeutiger wird das Ganze mit Blick auf die ethnischen Gruppen: 87 Prozent der schwarzen Wähler stimmten für Biden, nur 12 Prozent für Donald Trump! Eine katastrophale Statistik für Trump und die ganze republikanische Partei. Allerdings: Trotz der Rassismus-Diskussion konnte er hier leicht dazugewinnen.

Was außerdem noch klar wird: Für Demokraten war das Coronavirus das große Thema bei der US-Wahl, für Republikaner war die Wirtschaftsentwicklung wahlentscheidend.

Trump-Wähler bei US-Wahl 2020 Männlich, alt, weiß und vom Land

Auch die lateinamerikanischen Wähler wollten mehrheitlich Biden (66 Prozent), ebenso wie Wähler mit einem asiatischen Hintergrund (63 Prozent). Nur bei den Weißen holte Trump satte 57 Prozent. Laut Edison Research wählten zudem 76 Prozent der Evangelikalen Trump. Vor vier Jahren waren es sogar noch 80 Prozent der evangelikalen Christen, die Mehrheit blieb ihm aber treu.

Männlich, alt, weiß und vom Land - wer diese Merkmale auf sich vereinte, wählte bei der US-Wahl 2020 mit großer Wahrscheinlichkeit für Donald Trump. Jüngere Menschen aus ethnischen Randgruppen und Frauen stimmten dagegen für Joe Biden.