US-Wahl 2020: Was passiert bei einem Unentschieden zwischen Trump und Biden?

So funktioniert die US-Wahl

So funktioniert die US-Wahl

Am 3. November wird in den Vereinigten Staaten der Präsident gewählt. Wir erklären einige Besonderheiten der US-Wahl.

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Bei der US-Wahl 2020 liegen die beiden Kandidaten Joe Biden und Donald Trump so nah zusammen, wie keine Umfrage es zuvor erwarten ließ. In wichtigen Swing-States wechselt die Mehrheit regelmäßig zwischen beiden Lagern hin und her.

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Noch können sich beide Hoffnung darauf machen, am Ende die notwendigen 270 Wahlmänner zu gewinnen. Insgesamt verteilen sich 538 auf die 50 US-Staaten. Doch was passiert eigentlich, wenn keiner der beiden die nötige Mehrheit erreicht, und es zu einem Unentschieden kommt?

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US-Wahl 2020: Was passiert beim Unentschieden?

Zugegeben: Aktuell scheint diese Möglichkeit eher gering. Doch da das Rennen so knapp ist und es im Laufe des Tages mit neuen Wasserstandsmeldungen auch neue Hochrechnungen gab, scheint aktuell bei der US-Wahl 2020 nichts mehr unmöglich. Zunächst sah es nach einer Überraschung für Trump aus, der sich noch in der Wahlnacht zum Sieger erklärte. Inzwischen stehen die Karten etwas besser für Joe Biden. Aller Voraussicht nach wird die Wahl ohne Unentschieden enden. Dennoch ist die Frage berechtigt.

Rein rechnerisch ist ein Unentschieden bei der Präsidentschaftswahl nämlich durchaus möglich. Theoretisch können beide Kandidaten genau auf 269 Stimmen kommen. Auch, wenn es einen dritten Bewerber gibt, der durch Wahlmänner unterstützt wird, kann es sein, dass kein Kandidat auf die notwendige Mehrheit kommt. In diesem Fall gibt es eine klare Regel – und von der würde voraussichtlich Donald Trump profitieren.

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Dass das amerikanische Wahlsystem von außen betrachtet nicht gerade leicht zu verstehen ist, ist kein Geheimnis. Statt der absoluten Mehrheit der Wähler wird in jedem Bundesstaat einzeln gewählt.

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Jeder Bundesstaat wird dabei durch eine bestimmte Menge an Wahlmännern und –frauen vertreten. Dabei gilt: Je mehr Einwohner, desto mehr Repräsentanten. Im sogenannten „Electoral College“ geben dann die insgesamt 538 Vertreter ihre Stimme für den neuen Präsidenten ab. Meist geschieht das nach dem „The Winner takes it all“-Prinzip. Wer den Staat gewinnt, bekommt auch seine Wahlleute.

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Darum darf sich Trump beim Unentschieden Hoffnung machen

Kommt es im „Electoral College“ jedoch zu einem Unentschieden würden die Mitglieder im Kongress über den neuen Präsidenten bestimmen. Der setzt sich wiederum aus Repräsentantenhaus und Senat zusammen. Hier haben zwar aktuell die Demokraten die Mehrheit, doch eine Besonderheit dürfte im Falle eines Unentschiedens Donald Trump den Sieg bringen.

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Entscheidend ist nicht die absolute Mehrheit, stattdessen darf jeder Staat eine Stimme abgeben. Da die Republikaner aktuell in 26 der 50 Staaten die Mehrheit im Kongress stellen, dürfte im Falle eines Unentschiedens bei den Wahlmännern – und Frauen wohl Trump am Ende jubeln. (dav)