US-Wahl 2020: Trump fährt schwere Geschütze auf – Biden reagiert sofort

Marcel Görmann, Katharina Vogt und Daniel Veutgen
So funktioniert die US-Wahl

So funktioniert die US-Wahl

Am 3. November wird in den Vereinigten Staaten der Präsident gewählt. Wir erklären einige Besonderheiten der US-Wahl.

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+++ Dieser Ticker ist beendet. Aktuelle Meldungen zur US-Wahl lesen Sie ab dem 6. November in DIESEM neuen News-Blog +++

Die Hängepartie in den USA geht weiter. Wer wird neuer US-Präsident: Donald Trump oder Joe Biden? Es kommt nun auf die Bundesstaaten Nevada, Arizona, Pennsylvania, Georgia und North Carolina an.

Eine Entscheidung der US-Wahl 2020 könnte am Freitagmorgen deutscher Zeit fallen.

Alle aktuellen Entwicklungen zur US-Wahl im News-Blog.

News-Blog zur Wahl Donald Trump vs. Joe Biden: Die US-Wahl 2020 im Ticker

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US-Wahl 2020: Ergebnis-Zwischenstand bei den Wahlmännern (nach 44/50 Bundestaaten)

  • Donald Trump: 213 Wahlmänner
  • Joe Biden: 253 Wahlmänner
  • Erforderliche Mehrheit: 270 der 538 Wahlmänner
  • Wahlausgang 2016: Donald Trump (304 Wahlmänner), Hillary Clinton (227 Wahlmänner)

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+++ HIER Mehr Details zu den Ergebnissen in den Bundestaaten und besonders den Swing States bei der US-Wahl 2020 +++

5. November 2020

22.44 Uhr: Trump klagt – so reagiert Biden

Die US-Wahl hat sich längst zu einer Schlammschlacht entwickelt. Donald Trump, der sich längst als Sieger der Wahl erklärt hat, bezichtigt das demokratische Lager der bewussten Wahlmanipulation. In Pennsylvania stellte sich das Team Trump vor die Kameras und präsentierte eine Wählerin, die über Unregelmäßigkeiten bei ihrer Stimmabgabe berichtete. Jemand anderes habe vor ihrem Gang an die Wahlurne in ihrem Namen abgestimmt. Zu beweisen ist ihre Behauptung nicht. Jetzt ruft das Team Trump in der US-Bevölkerung dazu auf, jede Unregelmäßigkeiten bei der Stimmabgabe zu melden - per Telefon oder einem eigens geschalteten Online-Formular. Donald Trump teilte dazu den Tweet seines Sohnes Eric, der von zahlreichen Betrugsfällen spricht. Auch dazu werden keine Beweise geliefert. Twitter hat den Tweet zum wiederholten Male mit einer Warnung versehen.

Joe Biden kündigte hingegen an, mit aller Macht für die Weiterführung der Auszählung kämpfen zu wollen. Um den juristischen Kampf fortführen zu können, bat der Trump-Herausforderer um Spenden:

22.22 Uhr: Biden gibt sich siegessicher

Joe Biden hat in einem kurzen Statement erneut für Geduld bei der Auszählung der Stimmen gebeten. Demokratie sei eben manchmal kompliziert. Sein Lager habe aber kein Zweifel daran, die Wahl zu gewinnen, wenn alle Stimmen ausgezählt worden sind.

22.04 Uhr: Trump-Vorsprung in Pennsylvania schmilzt

Lange Zeit lag Donald Trump in Pennsylvania scheinbar uneinholbar vor. Mittlerweile ist sein Vorsprung auf knapp 100.000 Stimmen geschrumpft. Und es müssen noch mindestens 370.000 Stimmen ausgezählt werden. Außerdem trudeln noch immer letzte Briefwahlstimmen ein. Ein aussagekräftiges Ergebnis wird nach Angaben der zuständigen Behörde für Freitagmorgen (MEZ) erwartet.

21.35 Uhr: So ist der Stand in Georgia

Das Rennen um den Sieg im Bundesstaat Georgia ist denkbar knapp. Stand jetzt liegt Donald Trump mit knapp 13.000 Stimmen vor Herausforderer Joe Biden. Wahlleiter Gabriel Sterling stellte soeben klar, dass noch rund 47.000 Stimmzettel nicht ausgewertet sind. Darüber hinaus werden in einigen Countys noch Briefwahlunterlagen erwartet. Gut möglich, dass Joe Biden den Rückstand von 0,2 Prozent auf Donald Trump also noch aufholt. Ein endgültiges Ergebnis verzögere sich aber. Der Grund laut Sterling: Es nehme viel Zeit in Anspruch, Manipulation bei der Briefwahl auszuschließen.

20.58 Uhr: Richterin lehnt Trump-Klage ab

Donald Trump will die weitere Auszählung der Stimmen in den letzten vakanten Bundesstaaten stoppen lassen. In Michigan mussten die Rechtsanwälte des amtierenden US-Präsidenten jetzt eine Niederlage hinnehmen. Die zuständige Richterin Cynthia Stephens erteilte Trump eine Absage für den am Mittwoch eingegangenen Eilantrag. In Michigan sind mittlerweile 99 Prozent der Stimmen ausgezählt. Joe Biden liegt uneinholbar vorn. Die Stimmen der 16 Wahlmänner und -frauen gehen an den Demokraten.

20.30 Uhr: Außenminister Heiko Mass zeigt sich besorgt

Bundesaußenminister Heiko Maas zeigte sich im ARD-Brennpunkt nach der Tagesschau besorgt über die Entwicklungen bei der US-Wahl: „Es ist aus unserer Sicht nicht nachvollziehbar, dass es so viel Geschrei um die Briefwahlen in den USA gibt.“ Das sei in Deutschland gar nicht vorstellbar, so der Außenminister, der sich derzeit in Corona-Quarantäne befindet. Selbstverständlich müssten alle eingegangenen Stimmen ausgezählt werden. Die Forderung Trumps, die Auszählung zu beenden, „entspricht nicht ganz der demokratischen Kultur, die wir von den Vereinigten Staaten kennen“, so Maas. Der Außenminister habe Sorge, dass die USA in der Phase nun zu sehr mit sich selbst beschäftigt sein könnte und politische Kräfte in der Welt das für sich ausnutzen könnten. „Wir haben ohnehin schon zu viele Krisen, Konflikte und Kriege auf der Welt, die in den letzten Jahren entstanden sind, für die es aber keine Lösung gegeben hat.“ Die Beziehungen zwischen den USA und Europa müssten dringend wieder verbessert werden. Egal, wer als Sieger der Wahl hervorgehe.

20.26 Uhr: Biden bittet um Geduld

Der Kampf ums Weiße Haus hat sich zur reinsten Hängepartie entwickelt. Donald Trump wird nicht müde, das Ende der Stimmauszählung zu fordern. Joe Biden hingegen mahnt zur Geduld. „Die Stimmen werden ausgezählt, und wir fühlen uns gut damit, wo wir stehen“, tweetet Biden am Abend.

19.32 Uhr: Wahlbeauftagter aus Nevada dementiert Wahlbetrug

Nevada gilt auf der Zielgeraden der US-Wahl als einer der Schlüsselstaaten. Der zuständige Wahlleiter, Joe Gloria, hat in einer Pressekonferenz nun mitgeteilt, dass sich die endgültige Stimmauszählung noch bis zum 12. November hinziehen wird. Das liege an verspätet eintreffenden Briefwahlzetteln. Seit dem Wahltag seien 63.000 Stimmen per Brief eingetroffen. Gloria gab an, dass davon heute insgesamt 50.000 Stimmen ausgezählt seien. Die Ergebnisse davon könnten morgen verkündet werden. Zu den Vorwürfen des Wahlbetrugs aus dem Trump-Team sagte der Wahlleiter des Clark County in Nevada knapp: „Bei uns gab es keine Unregelmäßigkeiten.“

18.15 Uhr: Biden baut Vorsprung in Nevada aus

Lange wurden auf neue Zahlen aus Nevada gewartet. Jetzt sind sie da, aber eine Entscheidung noch nicht! Joe Biden konnte seinen Vorsprung ausbauen von rund 7600 auf rund 12.000 ausbauen. Aber noch ist es zu früh, um ihm den Bundestaat zuzusprechen. Aber der Trend ist eindeutig: Biden ist auf der Zielgerade! Wenn er Nevada gewinnt und Arizona (hier führt er auch), dann hat er es!

In Georgia ist derweil Trumps Vorsprung von 18.500 auf rund 14.000 geschmolzen. In Pennsylvania hat er erneut weitere rund 20.000 Stimmen Vorsprung verloren.

17.50 Uhr: Trump-Team behauptet, Tote hätten in Nevada mitabgestimmt – Trump mit unlogischer Forderung

Das Trump-Team sät Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Wahl in Nevada. Angeblich hätten Menschen in Namen von Toten gewählt sowie Bürger, die schon aus Nevada weggezogen wären. Eine Seniorin schilderte vor den TV-Kameras, dass jemand ihren Briefwahlbescheid gestohlen habe und sie somit nicht mehr persönlich im Wahllokal wählen konnte. Ein Afroamerikaner erzählte, dass er die Auszählung beobachten wollte, das aber verhindert worden sei.

Der ehemalige US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, ein enger Trump-Vertrauter, erklärte, dass man Berichte über illegale Stimmabgaben habe, aber von den Behörden dazu keine Stellungnahmen bekommen würde. „Die Wahlausschüsse zählen illegale Stimmen weiter“, so Grenell. Fragen wollte das Trump-Team nicht beantworten, so konnten auch die beiden Zeugen nicht befragt werden. es sei nun Aufgabe der Presse Fragen zu stellen.

In Pennsylvania erzielte das Trump-Team vor Gericht einen kleinen Erfolg. Republikanische Wahlbeobachter dürfen nun näher heran treten und somit die Auszählung besser verfolgen.

Donald Trump selbst kündigte via Twitter an, dass es etliche Verfahren wegen Wahlbetrugs geben wird. In Großbuchstaben schrieb er: „WIR WERDEN GEWINNEN!“ Fans von Joe Biden machen sich derweil über Donald Trump lustig, der erneut forderte, die Auszählung zu stoppen. Dabei will er gleichzeitig, dass in Arizona und Nevada weiter ausgezählt wird, wo er nämlich zurückliegt. Sollte man jetzt theoretisch die Auszählungen stoppen, hätte Biden die beiden Bundestaaten gewonnen und gesiegt. Sehr unlogisch und widersprüchlich!

In einer Karikatur, die bei Twitter kursiert, deutet Trump auf Stimmen für Biden. Die seien Betrug. Anders als die Stimmabgaben für ihn. Die Briefumschläge sehen jedoch identisch aus.

16.30 Uhr: Zwischenstand – Gewinnt Joe Biden sogar Georgia und Pennsylvania?

Die Vorsprünge von Donald Trump in Georgia und Pennsylvania schrumpfen mehr und mehr dahin. Aktuell liegt er noch rund 135.000 Stimmen in Pennsylvania vorne und in Georgia etwa 18.500. Doch Biden holt mehr und mehr auf. Gleichzeitig hat Biden jedoch auch nur einen knappen Vorsprung in Nevada von etwa 7.600 Stimmen.

Denkbar wäre, dass Biden doch noch einen deutlicheren Gesamtsieg von über 300 Wahlmänner-Stimmen erreichen kann, wenn er Pennsylvania und Georgia gewinnt und seine Führungen in Arizona und Nevada verteidigt. Dann käme er sogar auf 306 Stimmen, mehr als Trump 2016 (304).

+++ Donald Trump: Macht er DIESE radikale Ankündigung wahr, wenn er verliert? +++

16.15 Uhr: Kommt heute immer noch kein Wahl-Ergebnis aus Pennsylvania?

Eine CNN-Reporterin berichtet soeben, dass es alleine in der Region Philadelphia in Pennsylvania immer noch rund 120.000 nicht gezählte Wahlzettel gibt. Der überwiegende Teil dieser Stimmen geht wohl an Joe Biden. Es scheint wahrscheinlich, dass er seinen Rückstand von aktuell von 135.000 Stimmen in ganz Pennsylvania alleine schon durch die Stimmen dieser Region erheblich aufholen kann.

16 Uhr: „Trumps Manipulationsvorwürfe sind haltlos“, sagt OSZE-Wahlbeobachter

Die Wahlbeobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) haben bei der US-Wahl bisher keine Unregelmäßigkeiten festgestellt. Man habe „keinerlei Hinweise auf systemische Probleme finden können“ und eine „außerordentlich professionelle Handhabung der Flut von Briefwahlstimmen erlebt“, sagte der Leiter der OSZE-Mission, der FDP-Bundestagsabgeordnete Michael Georg Link, der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“. „Trumps Manipulationsvorwürfe sind haltlos“, so Link.

„Das eigentlich Verstörende war, dass der amerikanische Oberbefehlshaber mit Präsidentenfanfare aus dem Weißen Haus heraus, also mit allen Insignien der Macht, wegen seines angeblichen Sieges das Ende der Auszählung gefordert hat.“

14.45 Uhr: Joe Biden fordert erneut: Jede Stimme muss zählen

Auf Twitter war es in den vergangenen Studen ruhig auf den Seiten von Donald Trump und Joe Biden. Trump hatte zuletzt vor 12 Stunden getwittert, jetzt meldet sich Joe Biden auf dem Kurznachrichtendienst erstmal wieder zu Wort. Und er verdeutlicht noch einmal seine Forderung von gestern: Jede Stimme müsse gezählt werden.

14.02 Uhr: Gewaltsame Proteste in mehreren Städten nach US-Wahl

Rund um die Auszählung der Wahlstimmen in den USA ist es in mehreren Städten zu teils gewaltsamen Protesten gekommen. In Portland im Bundesstaat Oregon gab es am Mittwochabend (Ortszeit) Ausschreitungen am Rande einer Demonstration. Laut Medienberichten wurden Schaufensterscheiben zerstört. Die Polizei sprach von geladenen Waffen und Feuerwerkskörpern, die auf Polizisten geworfen worden seien. Auch die Nationalgarde sei aktiviert worden.

In New York City kam es nach einem Bericht der „New York Times“ zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizeibeamten. Auch in Chicago und Philadelphia wurden Proteste gemeldet, in Minneapolis blockierten nach Angaben der „New York Times“ mehrere Hundert Demonstranten eine Bundesstraße. In Detroit im Bundesstaat Michigan versammelte sich eine Gruppe von Demonstranten vor einem Auszählungsbüro und skandierte „Stoppt die Auszählung“, wie auf Videos mehrerer Medien zu sehen ist. Auch in Phoenix im Bundesstaat Arizona versammelten sich am Mittwochabend (Ortszeit) mehrere Dutzend Demonstranten vor einem Behördengebäude, in dem Stimmen ausgezählt wurden, wie auf Bildern des Fernsehsenders CNN zu sehen ist. Einer CNN-Reporterin zufolge forderten einige den Stopp der Auszählung. Andere wollten dagegen, dass alle Stimmen gezählt werden. Einige hätten Waffen wie Automatikgewehre dabei gehabt.

13.50 Uhr: Aussicht auf die nächsten Stunden bei der Auszählung der Wahlstimmen

Gegen 16.30 Uhr wird aus Georgia (16 Wahlmänner) ein erstes Update erwartet. Dort liegt Trump aktuell mit 33.000 Stimmen vorn. Noch 90.000 Stimmen müssen ausgezählt werden. Etwa gegen 18.30 bis 19.30 Uhr wird ein Update aus Nevada (6 Wahlmänner) erwartet, genauer aus Clark County. Dort liegt auch Las Vegas, das tendenziell eher demokratisch wählt. Biden führt in Nevada hauchdünn mit 8.000 Stimmen. Sollte es Biden gelingen, beide Staaten zu gewinnen, käme er auf 275 Wahlmänner und damit auf eine ausreichende Mehrheit.

13.42 Uhr: Pennsylvania Senator ist sich sicher: Biden gewinnt den Staat

Bob Casey, Senator der demokratischen Partei von Pennsylvanai, erklärte auf CNN, er sei sicher, dass Joe Biden den Staat noch drehen werde. Und das nicht einmal sonderlich knapp. Casey hält sogar einen Sieg von Biden mit mehr als 100.000 Stimmen Vorsprung für möglich. Etwa 400.000 Stimmen seien allein in Philadelphia nicht ausgezählt, Casey rechnet mit einer Verteilung von etwa 80 bis 85 Prozent für Joe Biden. Im gesamten Staat fehlen noch etwa 700.000 bis 800.000 Stimmen, die ausgezählt werden müssen. Neue Ergebnisse gebe es allerdings erst gegen Mittag (Ortszeit) bei uns also am frühen Abend.

13.18 Uhr: Nächste Zahlen aus Georgia um 16 Uhr

Rund 35.000 Stimmen müssen im engen Rennen um Georgia noch ausgezählt werden. Gegen 16 Uhr deutscher Zeit (11 Uhr Ortszeit) werden dabei die nächsten Ergebnisse erwartet. Das gab ein Wahlleiter gegenüber CNN an.

11.55 Uhr: Biden verkürzt weiter in Georgia

In Georgia wurden ein neuer Wahlkreis ausgezählt. Erneut holt Biden leicht auf, statt wie zuvor 23.000 liegt er nun nur noch knapp 18.000 Stimmen hinter Donald Trump. Prozentual steht Biden damit bei 49,2 Prozent, Trump weiterhin bei 49,6. Noch etwa vier Prozent aller Stimmen müssen dort ausgezählt werden. Schafft Biden es, bei jedem Prozent erneut rund 5.000 Stimmen gut zu machen, könnte er den Staat auf den letzten Metern doch noch gewinnen.

11.40 Uhr: Video von Trumps Beraterin sorgt für Aufsehen

Auf Twitter sorgt ein kurioses Video von Paula White für Aufsehen. White arbeitet US-Präsident Donald Trump Öffentlichkeitsarbeit im Rahmen der "Faith and Opportunity Initiative". In dem Video betet die 54-jährige evangelikale Pfarrerin mit vollem Körpereinsatz für einen Sieg von Donald Trump.

Ohne Punkt und Komma reiht sie wilde Satzreihen oder Worte aneinander, in der es am Ende um den "Sieg". "Ich höre die Musik des Sieges". Zwischenzeitlich spricht sie in Zungen.

11.15 Uhr: Weiter warten auf neue Zahlen zur US-Wahl

Inzwischen zieht es sich auch im US-TV wie Kaugummi. Doch mehr als Warten auf neue Werte können die Experten auch nicht. Noch ist also weiter unklar, wer aus dem Rennen als Sieger herausgeht. Einige Staaten wollen die Nacht (Ortszeit) jedoch durchzählen. Mit neuen Auszählungen ist also in jedem Fall zu rechnen in den nächsten Stunden.

10.50 Uhr: CNN schätzt Chancen auf Erfolg von Trump-Klagen als eher gering ein

Die Chancen für erfolgreiche Klagen des Trump-Wahlkampfteams seien laut CNN eher gering. Als Beispiel dafür nannte der Sender eine Klage gegen Nevada, genauer Clark County. Dort liegt Biden rund 60.000 Stimmen vor Trump. Der Vorwurf des Trump-Lagers: Die Software, um Unterschriften abzugleichen, sei fehlerhaft. Laut CNN sei in den vergangenen Jahren die gleiche Klage bereits zwei Mal von Richtern abgelehnt worden. Ob die Klagen zugelassen werden, wird sich allerdings erst nach den Anhörungen entscheiden. Sie finden zum Teil nächste Woche statt.

10.11 Uhr: Wettanbieter sieht Biden als Gewinner und zahlt Wetteinsätze aus

Während alle noch gespannt auf die nächsten Auszählungen warten und das Rennen noch absolut offen ist, hat ein Wettanbieter in Australien offenbar Nägel mit Köpfen gemacht. Auf Twitter erklärte der Anbieter: "Wir verkünden es! Wir zahlen jetzt alle aus, die auf Joe Biden als US-Präsident gesetzt haben." Rund 23 Millionen australische Dollar seien ausgezählt worden. Auswirkungen auf die US-Wahl hat die Ankündigung jedoch nicht.

10.00 Uhr: Kuriose Szenen mit Trump-Anhängern

Es ist kurios: In Detroit in Michigan, wo Trump auf den letzten Metern von Joe Biden überholt wurde, fordern seine Unterstützer: "Hört auf zu zählen!". In Arizona hingegen stehen seine Anhänger in Maricopa County und fordern: "Zählt jede Stimme". Wenig überraschend: In Arizona sieht es so aus, als könnte Donald Trump Joe Biden den sicher geglaubten Staat noch abluchsen. Der Vorsprung von Biden ist dort von 200.000 auf etwa 70.000 Stimmen geschrumpft.

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Mehr zur US-Wahl:

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9.40 Uhr: Joe Bide sammelt auf Website Spenden für rechtliche Auseinandersetzungen

Das Trump-Wahlkampfteam hat bereits Klagen und rechtliche Schritte in einigen Bundesstaaten angekündigt. Offenbar bereitet sich auch Joe Biden auf rechtliche Auseinandersetzungen vor. "Donald Trump entscheidet nicht den Ausgang dieser Wahl, ebensowenig wie ich. Die Amerikaner entscheiden. Darum haben wir den Biden Fight Fund ins Leben gerufen - um sicher zu stellen, dass jede Stimme gezählt wird." schrieb Biden auf Twitter und verlinkte eine Webseite auf der Geld für die wohl folgenden Streitigkeiten vor Gericht gespendet werden kann.

9.15 Uhr: Mann stirbt an Corona – und wird in Parlament gewählt

Anfang Oktober starb der Republikaner David Andahl im Alter von 55 Jahren am Coronavirus. In North Dakota wurde der Politiker bei der US-Wahl dennoch ins Parlement des Staates gewählt. Ausgerechnet in North Dakota, welches eine der höchsten Covid-19 Raten pro Einwohner in den USA aufweist.

Andahl verstarb so kurz vor der Wahl, dass sein Name nicht mehr vom Stimmzettel gestrichen werden konnte. 35 Prozent der Wähler in seinem Bezirk stimmten für ihn. Der Platz verfällt jedoch nicht: Die Republikaner haben in einem solchen Fall das Recht, den Posten neu zu besetzen.

8.40 Uhr: Neue Zahlen aus Arizona! Biden muss zittern

In Arizona sind 62.000 neue Stimmen ausgezählt worden. Und das Rennen wird erneut enger. Donald Trump 48,1 Prozent weiter hinter Joe Biden, der mit mit 50,5 Prozent weiter vorn. Er kann den Abstand jedoch erneut um 11.000 Stimmen verkürzen. Laut "CNN" könnte Trump, wenn es so weiter geht, Biden noch einholen. Er muss um den vor wenigen Stunden noch sicher geglaubten Staat zittern.

8.08 Uhr: Darum darf sich Biden Hoffnung auf Pennsylvania machen

Aktuell liegt zwischen beiden noch mehr als 160.000 Stimmen. Doch Biden sollte Pennsylvania laut CNN nicht abschreiben. Zum einen fehlen mit Philadelphia County noch rund 100.000 bis 120.000 Stimmen, die wohl mit etwa 70 bis 80 Prozent an Biden gehen werden. Philadelphia ist demokratische Hochburg. Und auch in republikanischen Countys werden die Briefwähler-Stimmen noch ausgezählt. Und auch wenn in den Countys keine Frage besteht, ob sie an Trump gehen, werden die Stimmen auf den Staat gesehen Biden nutzen. Denn auch in republikanischen Countys überwiegen demokratische Stimmen bei der Briefwahl.

7.50 Uhr: Was passiert bei einem Unentschieden?

Aktuell hat Biden 253 Wahlmänner auf seiner Seite. Gewinnt er Georgia und verliert in allen anderen noch offenen Staaten käme es zur Patt-Situation, beide Kandidaten hätten dann 269 Wahlmänner auf ihre Seite. Was im Falle eine Unentschiedens passiert, liest du >>> hier.

7.35 Uhr: Diese Staaten werden es entscheiden

Joe Biden führt aktuell mit 253 Wahlmännern gegenüber Trump, der mit 213 Stimmen rechnen kann. Jetzt entscheidet sich alles an den letzten Staaten, die noch offen sind: Pennsylvania (20 Wahlmänner), North Carolina (15), Georgia (16), Arizona (11), Nevada (6) und Alaska (3). Alaska dürfte dabei vergleichsweise sicher an Donald Trump gehen, doch in allen anderen Staaten ist das Rennen offen.

  • Pennsylvania: Trump: 50,7 Prozent, 3.215.969 Stimmen versus Biden: 48,1 Prozent, 3.051.555 Stimmen

Aktuell liegt Trump hier noch vorn, sein Vorsprung ist jedoch mit Auszählung der Birefwählerstimmen massiv geschrumpft. Betrug er zwischenzeitlich mehr als 600.000 Stimmen sind es inzwischen weniger als 160.000. Noch etwas mehr als zehn Prozent der Stimmen müssen ausgezählt werden, viele davon Briefwählerstimmen, die eher demokratisch wählen. Mit einem Sieg in Pennsylvania wäre Biden bereits durch. Trump ist hier also zum Siegen verdonnert, wenn er seine Chancen weiter offen halten will.

  • North Carolina: Trump: 50,1 Prozent, 2.732.120 Stimmen versus Biden: 48,6 Prozent, 2.655.383 Stimmen

Auch hier führt Trump. Im Gegensatz zu anderen Staaten konnte Joe Biden seinen Rückstand nicht wesentlich verkürzen in den letzten Stunden. Der Staat liegt beim Auszählen in den letzten Zügen, noch fünf Prozent der Stimmen fehlen.

  • Georgia: Trump: 49,6 Prozent, 2.429.783 Stimmen versus Biden: 49,1 Prozent, 2.406.774 Stimmen

In keinem Staat ist das Rennen wohl aktuell so spannend. Noch etwa fünf Prozent müssen ausgezählt werden, 16 Wahlmänner winken dem Sieger. Der Abstand ist hauchdünn, gerade einmal 23.000 Stimmen. Auch hier machte Joe Biden in den vergangenen Stunden viel Boden gut. Mit einem Ergebnis in Georgia wird in den nächsten Stunden gerechnet. Gewissheit wird es jedoch nicht bringen. Selbst wenn es Biden gelingt, das Blatt noch zu wenden käme er auf 269 Wahlmänner. Einer würde ihm folglich noch zur Mehrheit von 270 fehlen. Wie in North Carolina fehlen noch fünf Prozent der Stimmen.

  • Arizona: Trump: 47,9 Prozent, 1.365.040 Stimmen versus Biden: 50,7 Prozent, 1.444.213 Stimmen

Aktuell führt hier Biden. Doch hier ist das Bild der vergangenen Stunden genau umgedreht. Führte Biden zwischenzeitlich mit mehr als 200.000 Stimmen, sind es jetzt nur noch rund 80.000. Auch deswegen fordert das Trump Lager vehement in diesem Staat, alle Stimmen auszuzählen. Noch 16 Prozent der Stimmen sind nicht ausgezählt. Alle Blicke sind nach Maricopa County gerichtet.

  • Nevada: Trump:48,7 Prozent, 580.605 Stimmen versus Biden: 49,3 Prozent, 588.252 Stimmen

Auch hier ist es ein unglaubliches knappes Rennen. Gerade einmal 8000 Stimmen liegen zwischen den beiden Kandidaten. Ein Sieg bringt allerdings nur sechs Wahlmänner. Doch holt Biden noch Geogia könnte Nevada für ihn zum Königsmacher werden. Hier müssen noch etwa 14 Prozent der Stimmen ausgezählt werden.

7.20 Uhr: Joe Biden siegessicher

"Es ist klar, dass wenn die Auszählung beendet ist, wir der Überzeugung sind, zu gewinnen", gab sich Joe Biden in einer Ansprache siegessicher.

7.15 Uhr: Trumps Vorsprung in Georgia schrumpft weiter

49,6 Prozent für Trump, 49,1 für Joe Biden - der Vorsprung für Joe Biden wird immer knapper. Gerade einmal 23.000 Stimmen trennen beide Kandidaten, und noch etwa fünf Prozent der Stimmen werden ausgezählt, darunter vor allem aus bevölkerungsreichen Countys, die eher demokratisch wählen.

7.02 Uhr: Größtes County in Georgia zählt weiter aus

In Georgia gibt es 16 Wahlmänner, die der Gewinner der Wahl in dem Staat für sich gewinnen kann. Ursprünglich war im meist bewohnten County Fulton angekündigt worden, die Auszählung bis zum Morgen amerikanischer Zeit zu stoppen. Nun soll offenbar doch weitergezählt werden. Fulton County gilt tendenziell als demokratisch und das Ergebnis könnte den knappen Vorsprung von Trump in Georgia egalisieren.

6.50 Uhr: Angespannte Situation vor Wahlcenter auch in Arizona

Ein Fotograf der in den USA auflagenstärksten Zeitung USA Today berichtet auf Twitter davon, dass sich auch in Arizona Trump Anhänger in Maricopa County vor dem Wahlcenter versammeln. Verwaltungssitz des Counties ist Phoenix. Auf den Bildern erkennt man auch bewaffnete Anhänger. Im Gegensatz zu den Anhängern in Michigan würden sie jedoch nicht einen Stopp der Auszählung fordern, sondern dass jede Stimme ausgezählt wird. Auch "CNN" berichtet von Versammlungen vor dem Wahlcenter. Polizei ist vor Ort, im Wahlcenter selbst wird weiter ausgezählt.

In Arizona führt Biden aktuell mit etwa 80.000 Stimmen, doch noch etwa 16 Prozent der Stimmen sind nicht ausgezählt.

6.15 Uhr: Trump-Anhänger versuchen Wahllokal in Michigan zu stürmen

Zwischenfall in Detroit in Michigan: Dort haben Trump-Anhänger versucht, in ein Wahllokal einzudringen. Sie wurden von Sicherheitskräften gestoppt. Biden hat in Michigan nachdem Donald Trump lange Zeit führte am Ende das Ruder herumgerissen und überraschend mit hauchdünnem Vorsprung wohl gewonnen. Trump kündigte bereits an, den Staat neu auszählen lassen zu wollen.

6.10 Uhr: Trump in Pennsylvania weiter vorn

Auf Pennsylvania wird am mit besonderer Spannung gebblickt. Hier lag Trump gestern noch komfortabel vorn, viele Briefwahlstimmen wurden jedoch noch nicht ausgezählt. Inzwischen hat der Staat etwa 88 Prozent ausgezählt. Der Vorsprung für Trump ist stark geschrumpft. Statt 600.000 Stimmen Vorsprung sind es jetzt noch etwas weniger als 200.000. Trump liegt mit 50,7 Prozent der Stimmen aber weiter vor Joe Biden (48,1 Prozent). Trump forderte bereits, die Auszählung zu stoppen, dagegen regte sich im Lager der Demokraten Protest.

4. November

23.35 Uhr: Bis Donnerstagabend keine Klarheit über Sieger in Nevada – davon hängt viel ab

Joe Biden steht hauchdünn vor der nötigen Mehrheit von 270 Stimmen, aber er selbst, seine Anhänger und der Rest der Welt müssen sich noch gedulden. Geht man davon aus, dass Biden Arizona gewinnt (was Fox News bereits voraussagt), dann würden ihm nur noch die sechs Wählerstimmen aus Nevada fehlen, sofern bis dahin nicht die anderen Bundesstaaten ausgezählt sind und er dort noch Siege einfährt. Danach sieht es aktuell nicht aus.

Das Problem: Sein Vorsprung in Nevada ist dünn (0,6 Prozentpunkte!) und die Wahlbehörde hat angekündigt, erst am 5.November um 9 Uhr Ortszeit, also 18 Uhr unserer Zeit, über den neuen Stand der Auszählung zu informieren. Bis dahin bleibt unklar, wer den Staat holt. Möglicherweise hängt das Schicksal der USA nun am Votum aus Nevada.

22.50 Uhr: Joe Biden mit zweiter Ansprache nach US-Wahl 2020

Zum zweiten Mal nach der US-Wahl hat sich Joe Biden an die Öffentlichkeit gewandt. In Wilmington (Delaware) sagte er: „Jetzt, nach einer langen Nacht des Zählens ist es klar, dass wir genug Staaten gewinnen, um 270 Wahlstimmen zu erreichen, die erforderlich sind, um die Präsidentschaft zu gewinnen.“

Biden betonte dabei, dass er den Sieg noch nicht offiziell für sich reklamieren wolle. Doch sein Team glaube, dass er die Abstimmung gewonnen habe. Wenn die Auszählung beendet sei, „glauben wir, dass wir die Gewinner sein werden“. Zuvor hatte er laut US-Medien die wichtigen Staaten Michigan und Wisconsin für sich gewinnen können. Biden erklärte, er wolle als Präsident die Spaltung des Landes überwinden: „Wir sind keine Feinde.“ Zudem forderte er, dass alle Stimmen gezählt werden müssten.

22.40 Uhr: Biden holt bei US-Wahl 2020 Rekord an Stimmen, aber Donald Trump legt ebenfalls deutlich zu

Die US-Wahl 2020 sorgte für eine neuen Stimmenrekord! Joe Biden sicherte sich mehr Stimmen als Barack Obama 2008. Obama erreichte 69,5 Millionen Stimmen bei seiner ersten Wahl, Biden ist bereits über 70 Millionen. Es wird weiter ausgezählt.

Doch nicht nur Biden holte ein Traumergebnisse, auch Donald Trump legte im Vergleich zu 2016 deutlich zu. Vor vier Jahren holte er rund 63 Millionen Stimmen, diesmal sind es über 67 Millionen bislang.

Allerdings spielt der demographische Wandel auch eine Rolle: Im Jahr 2008 gab es etwa 20 Millionen weniger Einwohner in den USA.

+++ US-Wahl: Wer wählte Biden und wer Trump? Eine Statistik ist katastrophal für den Präsidenten +++

22.25 Uhr: Joe Biden holt auch Michigan! Jetzt fehlen ihm nur noch 17 Wahlleute

Nächster großer Schritt zur Präsidentschaft: CNN rechnet Michigan nun Joe Biden zu. Weitere zehn Wahlmänner, so steht Biden nun auf 253. Er führt laut CNN weiter in Arizona und in Nevada. Fox News hat ihm Arizona sogar schon zugerechnet. Holt er diese beiden Bundesstaaten, dann hat er die nötigen 270 Wahlmänner.

20.33 Uhr: Trump klagt gegen weitere Stimmenauszählung in Michigan

Donald Trump ist gegen eine weitere Stimmauszählung im Bundesstaat Michigan vor Gericht gezogen. Trumps Wahlkampfteam erklärte am Mittwoch, bei einem Gericht einen vorläufigen Stopp der Auszählung beantragt zu haben.

Trumps Wahlkampfmanager Bill Stepien erklärte, das Team des Präsidenten habe in vielen Wahllokalen in Michigan keinen „bedeutsamen Zugang“ erhalten, um die Stimmauszählung zu beobachten. Bis sich das ändere, müsse die Auszählung gestoppt werden. Auch müssten die Stimmzettel überprüft werden, die in Abwesenheit von Trump-Wahlbeobachtern geöffnet und ausgezählt worden seien.

Joe Biden steht kurz davor, den Bundesstaat zu gewinnen und damit einen weiteren großen Schritt zum Sieg bei der US-Wahl 2020 zu machen.

20.02 Uhr: Joe Biden gewinnt tatsächlich im Swing State Wisconsin

Großer Schritt für Joe Biden zur Präsidentschaft: Er gewinnt laut CNN Wisconsin! Das bedeutet weitere zehn Wahlmänner und -frauen für ihn! Weiterhin führt er in Michigan, Arizona und Nevada. Bringt er diese Staaten über die Ziellinie, dann hat er gewonnen! Momentan hat er bereits 237 Stimmen, 33 fehlen noch.

19.15 Uhr: Friedrich Merz sieht sich für Donald Trump gut gewappnet

In einem Interview mit der Bild-Zeitung wagte Friedrich Merz ein gewagtes Gedankenexperiment. Sofern er als Bundeskanzler auf den wiedergewählten US-Präsidenten Donald Trump treffen sollte, ist er überzeugt, dass das klappen könnte: „Wir kämen schon klar“. Unklar allerdings, ob dieses Szenario überhaupt wirklich eintreten wird.

18.55 Uhr: Kampagnenleiter von Donald Trump fordert Neuauszählung der Stimmen

US-Präsident Donald Trump forderte bereits in der Wahlnacht einen sofortigen Stopp der Auszählung fehlender Stimmzettel, offenbar aus Sorge, dass ihm in den Swing States sonst die Felle davonschwimmen. Seine Betrugsvorwürfe, für die er keine Belege hat, verbreitet er seit einigen Stunden ständig auf Twitter. Zuletzt behauptete er: „Sie arbeiten hart daran, dass 500.000 Stimmen in Pennsylvania verschwinden - so schnell wie möglich. Ebenso Michigan und andere!“

Twitter hat einen Warnhinweis zu dem Tweet hinzugefügt, dass der Inhalt möglicherweise irreführend sein könnte. Der Ausgang in Pennsylvania und Michigan ist noch völlig offen. Die Auszählung läuft aktuell noch, was nicht ungewöhnlich ist und auch bei anderen US-Wahlen schon vorkam.

Kurios: Aus der Trump-Kampagnenteam kommt aber gleichzeitig die Ansage, dass man eine Neuauszählung der Stimmen in Wisconsin fordern werde, berichtet CNN. Laut dem TV-Sender führt Biden hier knapp mit 49,4 zu 48,8 Prozentpunkten und könnte voraussichtlich die zehn Wahlmänner in dem umkämpften Staat gewinnen. Ein wichtiger Schritt zum möglichen Gesamtsieg.

Bill Stepien, Kampagnenmanager von Donald Trump erklärte: „Es gibt Berichte über Unregelmäßigkeiten in mehreren Bezirken Wisconsins, die ernsthafte Zweifel an der Gültigkeit des Ergebnis aufkommen lassen.“

16.30 Uhr: Donald Trump spricht sarkastisch von Magie, weil seine Führungen weg sind

Donald Trump twittert wieder: „Letzte Nacht führte ich in vielen Schlüsselstaaten“; schreibt er. Dann seien seine Führungen „auf magische Weise“ verschwunden, behaupte er und unterstellt Wahlbetrug, weil überraschend aufgetauchte Stimmzettel gezählt worden seien. Belege nennt er dafür nicht. Es ist auch nicht unüblich für US-Wahlen, dass in den Bundesstaaten länger ausgezählt wird. Bei dieser Wahl gab es zudem weitaus mehr Briefwähler als sonst üblich.

+++ US-Wahl 2020: Krasses Video aufgetaucht! ER sagte die Ereignisse des heutigen Tages präzise vorher +++

15.20 Uhr: Wende für Biden! Er schiebt sich in zwei Staaten an Trump vorbei

Und da ist die Wende! Joe Biden liegt jetzt laut CNN in Michigan hauchdünn vor Trump, hat nach 94 Prozent der ausgezählten Wahlkreise einen Vorsprung von 0,1 Prozent (49,2 zu 49,1 Prozent) gegenüber Donald Trump.

In Wisconsin ist der neu errungene Vorsprung sogar noch höher, dort führt Biden jetzt mit 49,4 Prozent um 0,6 Prozentpunkte vor dem amtierenden Präsidenten mit 48,8 Punkten.

Michigan bedeutet 16 Wahlmänner für Biden, Wisconsin dagegen 10. Sollte Biden die Staaten in der Hand halten, käme er auf 250 Wahlmänner – mit den Stimmen aus Nevada müsste Donald Trump definitiv Pennsylvania für sich entscheiden, um die Wahl noch gewinnen zu können.

Wenn Biden die beiden Staaten sowie Nevada und Arizona holt, also alle Führungen über die Ziellinie bringt, wäre er bei 270 Wahlmännern und hätte gewonnen!

+++ US-Wahl 2020: Joe Biden jetzt nah am Sieg – nur so kann Donald Trump noch gewinnen +++

15.01 Uhr: US-Sender zieht drastische Konsequenzen aus Donald Trumps Rede

Die Rede, die Präsident Trump am Mittwochmorgen deutscher Zeit im Weißen Haus hielt, hat weltweit für Entsetzen gesorgt.

Darin witterte Donald Trump erneut Wahlbetrug und erklärte sich zum Sieger der US-Wahl. Zu viel für einen us-amerikanischen Sender – welche Konsequenzen „MSNBC“ zog, kannst du >>>hier lesen.

14.13 Uhr: Trumps Vorsprung in Michigan sinkt

Es bleibt knapp: Joe Biden kann in Michigan seinen Rückstand auf Trump weiter wett machen, liegt laut „CNN“ nur noch 0,5 Punkte hinter dem Präsidenten.

Sollte Demokrat Biden das Blatt sowohl in Michigan, als auch in Wisconsin noch drehen und den Vorsprung in Nevada bis zum 5. November halten, ist Trump umso mehr auf Pennsylvania, Arizona, Georgia und North Carolina angewiesen.

Geht Pennsylvania zusätzlich auf Bidens Konto, ist die Wahl entschieden.

13.57 Uhr: ZDF-Journalist Claus Kleber mit ernsten Worten

„Heute-Journal“-Moderator Claus Kleber berichtet live aus Washington von der US-Wahl.

Dabei ist der Journalist natürlich ganz nah dran an den Geschehnissen um Donald Trump und Joe Biden – und kommt zu einer Beobachtung, die wenig Hoffnung macht, wie du >>>hier lesen kannst.

13.40 Uhr: Ergebnisse aus Nevada nicht vor 5.November

Der Secretary of Stafe von Nevada hat bekannt gegeben, dass der Bundestaat im Westen der USA bis zum 5. November keine weiteren Ergebnisse mehr liefern wird.

Die Offiziellen wollen bis zum Donnerstagmorgen keine weiteren Ergebnisse mehr veröffentlichen, „um das Schicksal der Wahlstimmen im Gleichgewicht zu lassen“, schreibt „CBS“.

Aktuell liegt Biden in Nevada mit 49,3 Prozent der Stimmen knapp vor Donald Trump mit 48,7 Prozent. Es geht um sechs Wahlmänner.

12.50 Uhr: Biden holt in nächsten Swing-State auf

Nachdem Biden bereits in Wisconsin plötzlich knapp vor Trump liegt, holt er auch im nächsten Swing-State auf. In Michigan ist Donald Trumps Vorsprung zusammengeschrumpft und beträgt nur noch 1,3 Prozent. Zwischenzeitlich lag Trump hier mit mehr als fünf Prozent in Führung. Trump kommt CNN zufolge derzeit auf 49,8 Prozent, Biden auf 48,5. Statt rund 270.000 Stimmen Rückstand sind es jetzt nur noch etwas mehr als 63.000.

Grund für die Aufholjagd sei laut CNN-Reporter Phil Mattingly, dass gerade in den großen Städten die Stimmen zuletzt gezählt werden. Diese seien jedoch die „Hochburgen der Demokraten“.

11.54 Uhr: Deshalb kann sich das Wahlergebnis noch lange ziehen

Zwei Dinge beeinflussen die abschließenden Auszählungen in den USA: Zum einen bestehen die Vereinigten Staaten aus 50 Staaten, die unterschiedliche Zeitzonen haben. Zum anderen wurde das Briefwahl-System wegen der Corona-Krise in einigen Staaten geändert, um eine möglichst hohe Wahlbeteiligung zu erreichen.


So muss die Briefwahl teilweise nicht vor dem 3. November erfolgt sein. Auch am 3. November können die Briefe noch abgeschickt werden. Gehen sie später ein, zählen sie trotzdem. In den meisten Fällen liegt die Frist ein oder zwei Tage nach der eigentlichen Wahl, wie "CNN" berichtet. Zusätzlich ist die Auswertung der Briefe komplexer als das Zählen der Stimmen in den Wahllokalen, weshalb bereits im Vorfeld der Wahl vor einer Verzögerung der Auszählung gewarnt wurde.

Fristen für Briefwahlen in wichtigen Swing-States:

  • North Carolina und Pennsylvania: 6. November
  • Minnesota und Nevada: 10. November
  • Ohio: 13. November

Der Gouverneur von Pennsylvania kündigt sogar an, dass die Auszählung „sogar ein paar Tage“ dauern könnte. Jeder Bundesstaat hat andere Fristen, bis wann die Stimmen ausgezählt werden müssen. Spitzenreiter ist übrigens Washington, hier sind Briewahlzettel, die bis zum 23. November eingehen, gültig.

Auch Demokraten-Kandidat Joe Biden hatte zur Geduld aufgerufen und eingeworfen, dass es möglicherweise kein Ergebnis vor Morgen früh geben werde.

Klar ist: Bis spätestens 8. Dezember müssen die Staaten ihre beglaubigten Wahlergebnisse nach Washington melden.

10.58 Uhr: Biden dreht das Rennen um Wisconsin

Demokrat Joe Biden holt in Wisconsin gerade mächtig auf – und liegt dort plötzlich hauchdünn in Führung!

Nachdem Donald Trump dort vor Kurzem noch über drei Prozentpunkte vor seinem Herausforderer lag, führt Biden nun mit 49,3 Prozent und liegt damit 0,3 Prozent vor dem amtierenden Präsidenten mit glatten 49 Prozenten.

Sollte Biden den Bundesstaat holen, wären das ganze 10 Wahlmänner für ihn – und einer der dringend benötigten „Swing States“.

10.11 Uhr: Wahllokale geschlossen – Kopf-an-Kopf-Rennen

Es bleibt spannend – und überraschend. Nachdem Donald Trump mehr Siege als prognostiziert einfahren kann, sind neun von 50 Bundesstaaten noch immer offen.

Darunter umgekämpfte „Swing States“ wie North Carolina, Pennsylvania und Wisconsin – bei allen drei weisen die Hochrechnungen auf einen Sieg des Republikaners Donald Trump hin.

Das eindeutige Ergebnis wird noch einige Stunden auf sich warten lassen – so gab zum Beispiel der demokratische Gouverneur von Pennsylvania über Twitter bekannt, dass noch über eine Millionen Briefwahl-Stimmen ausgezählt werden müssten.

8.36 Uhr: Donald Trump will vor den Supreme Court ziehen

Auch in seiner Rede spricht Donald Trump von einem möglichen Wahlbetrug.

Es geht um die Verzögerung bei der Auszählung von einem Wahlergebnis. „Das ist ein großer Betrug an dem amerikanischen Volk“, sagt er. Und kündigt an, deswegen vor den Supreme Court – das höchste amerikanische Gericht – ziehen zu wollen, um eine weitere Auszählung der Stimmen zu stoppen.

8.31 Uhr: Trump: „Haben die Wahl gewonnen“

Trump gibt sich siegessicher, zählt seine Wahlsiege auf, geht von einem Triumph in Pennsylvania und Michigan aus, obwohl die Auszählung noch läuft.

„Ich habe mir die Zahlen angeschaut. Und wir gewinnen auch in Wisconsin – die brauchen wir gar nicht alle.“

Für ihn ist klar: „Offen gesagt, wir haben diese Wahl gewonnen“ Man sei nicht mehr einholbar, „sie werden uns nicht kriegen“.

8.23 Uhr: Donald Trump spricht live aus dem Weißen Haus

Donald Trump spricht live aus dem weißen Haus. Er dankt dem amerikanischen Volk, seiner First Lady Melania.

„Aber eine sehr traurige Gruppe möchte die andere Gruppe beeinflussen und das werden wir uns nicht gefallen lassen“, schießt er gegen die Demorakten.

„Wir haben uns auf eine große Feier vorbereitet – und dann wurde alles abgesagt“, schildert er.

Gleichzeitig triumphiert er über die Prognosen – so habe man Florida entgegen aller Erwartungen in einem „Erdrutsch“ gewonnen.

7.03 Uhr: Wichtige Swing States Iowa und Minnesota ausgezählt

Die beiden wichtigen Swing States Iowa und Minnesota sind jetzt ausgezählt und bestätigen die Erwartungen: So geht Iowa an Trump, beschert ihm sechs Wahlmänner. Joe Biden kann dagegen Minnesota mit zehn Wahlmännern für sich entscheiden.

Aktuell führt Biden mit 220 Wahlmännern gegenüber Trump mit 210 – doch die beiden entscheidenden Staaten North Carolina und Wisconsin sind noch offen.

5.15 Uhr: So steht es laut CNN in den Swing States bei der US-Wahl 2020

Joe Biden darf sich Hoffnung auf einen ersten großen Erfolg in dieser Wahlnacht machen: Momentan sieht es so aus, als könnte er Arizona gewinnen. Das wären elf ganz wichtige Wahlleute für ihn, zumal Donald Trump wohl Texas und Florida holen wird. Auch in Iowa und Minnesota liegt Biden derzeit solide in Führung.

Dagegen führt Trump in Michigan, Georgia und Pennsylvania, Wisconsin, Ohio Virginia derzeit deutlich. Auch in North Carolina liegt er in Führung.

+++ US-Wahl: Jo Jorgensen, Howie Hawkins und Kayne West – entscheiden diese unterschätzten Kandidaten den Wahlausgang? +++

2.45 Uhr: Joe Biden holt Connecticut – Donald Trump sichert sich West Virginia und South Carolina bei US-Wahl 2020

Joe Biden hat bei der US-Wahl wie erwartet den Ostküstenstaat Connecticut mit sieben Wahlleuten gewonnen. Das meldete die Nachrichtenagentur AP auf Grundlage von Wählerbefragungen und ersten Stimmauszählungen. Derweil rechnet AP West Virginia und South Carolina mit zusammen 16 Wahlleuten Donald Trump zu.

2:25 Uhr: Trump gewinnt Tennessee – Biden führt in wichtigen Swing States Ohio, Georgia, Pennsylvania

Florida scheint doch an Donald Trump zu gehen, er führt mittlerweile mit 50,4 zu 48,6 Prozent. Auch in Tennessee und Arkansas holte er wie erwartet die Siege. Nicht gut jedoch für den US-Präsidenten: Derzeit führt Joe Biden in den wichtigen Swing States Ohio, North Carolina, Georgia und Pennsylvania.

1:53 Uhr: Biden gewinnt Vermont bei US-Wahl 2020

Wie erwartet, holt sich Joe Biden die drei Wahlmänner in Vermont. Das kann CNN nun prognostizieren.

1:01 Uhr: US-Wahl in sechs Bundesstaaten beendet – Indiana geht an Trump

Nun sind auch die restlichen Wahllokale in Kentucky und Indiana geschlossen. Außerdem ist in Vermont, Virginia, South Carolina und Georgia die Wahl beendet. Es geht insgesamt um 60 der 538 Wahlleute in diesen sechs US-Bundestaaten. CNN und CBSN prognostizieren, dass Trump Indiana gewinnen wird. Das wären elf Wahlmänner für den US-Präsidenten.

0.45 Uhr: Wer Trump gewählt hat, machte das DESWEGEN

CNN befragte, was für Trump-Wähler das wichtigste politische Thema war. Die Antwort ist eindeutig: 62 Prozent gaben an, dass die Wirtschaft Top-Priorität haben. Weitere 17 Prozent nannten Innere Sicherheit. Das Coronavirus (5 Prozent) und Rassistische Diskriminierungen (3 Prozent) spielten kaum eine Rolle für diese Wähler.

0.35 Uhr: Keine Überraschung bei US-Wahl in Indiana und Kentucky

Wie erwartet gehen Kentucky und Indiana wohl eindeutig ins Trump-Lager. Nach ersten Zahlen liegt Trump hier deutlich vorne. Die 19 Wahlleute wären fest eingeplant.

23.10 Uhr: Neuer Rekord bei US-Wahl 2020

Rund 102 Millionen US-Bürger haben bei der Präsidentschaftswahl schon vor dem offiziellen Wahltermin ihre Stimme abgegeben - ein neuer Rekord. Der Ansturm auf das sogenannte Early Voting war unter anderem wegen der Corona-Pandemie gewaltig. Ein Großteil dieser Wähler stimmten per Briefwahl ab. Vor vier Jahren nutzen 57 Millionen die Briefwahl.

+++ US-Wahl 2020: Joe Biden startet in Wahltag – ausgerechnet HIER macht er seinen ersten Halt +++

12 Uhr: Erste Ergebnisse der US-Wahl aus New Hampshire sind da

Das winzige Dorf Dixville Notch (Bundestaat New Hampshire) hat traditionsgemäß die Präsidentschaftswahl in den USA eingeläutet. Kurz nach Mitternacht Ortszeit fand in dem Ort die Abstimmung statt. Die nur fünf wahlberechtigten Einwohner gaben innerhalb weniger Minuten ihre Stimmen im Wahllokal ab. Alle fünf Stimmen entfielen auf den Präsidentschaftskandidaten Joe Biden. Trost für Donald Trump: Im Nachbarort Millsfield setzte er sich mit 16 zu 5 Stimmen durch.