Umfrage zur Bundestagswahl: So denken die Wähler wirklich über Laschet, Baerbock und Scholz

Superwahljahr 2021: Diese Entscheidungen stehen an

Superwahljahr 2021: Diese Entscheidungen stehen an

Im Wahljahr 2021 fallen in Deutschland einige richtungsweisende Entscheidungen. Die wohl wichtigste: Am 26. September wird der 20. Deutsche Bundestag gewählt. Wir zeigen Dir, welche Wahlen dieses Jahr anstehen.

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Es bleibt spannend vor der Bundestagswahl im September. Die Grünen haben nach ihrem Höhenflug zuletzt an Zustimmung verloren, die FDP hingegen hat hinzugewonnen. Die Liberalen kommen in einer aktuellen Umfrage auf 14 Prozent.

Jetzt liegt eine neue Umfrage zur Bundestagswahl vor. Dieses Mal geht es allerdings nicht um die Zustimmungswerte verschiedener Parteien, sondern um die Qualitäten einzelner Kandidaten. Jetzt wird klar was Wählerinnen und Wähler wirklich über Armin Laschet, Annalena Baerbock und Olaf Scholz denken.

Umfrage zur Bundestagswahl: Baerbock gilt als Visionärin, Scholz als Fachmann

In Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey hat der „Spiegel“ Menschen gefragt, wie sie den jeweiligen Politikstil der Kanzlerkandidaten einschätzen. Gefragt wurde jeweils nach den Qualitäten Dialogbereitschaft, Fachkenntnisse, Führungsstärke, klare Positionierung, Konfliktbereitschaft, langfristige Vision und Transparenz.

Das Ergebnis zeigt klare Unterschiede. Armin Laschet wird von rund 38 Prozent als Mann des Dialogs eingeschätzt. Es folgen die Qualitäten Fachkenntnisse (21 Prozent) und Konfliktbereitschaft (17 Prozent). Was hingegen nur wenige mit dem Politikstil des CDU-Kanzlerkandidaten verbinden, sind Transparenz (7 Prozent) und eine langfristige Vision (8 Prozent).

Bei Annalena Baerbock zeichnet der „Spiegel“ in seiner Umfrage ein anderes Bild. Den höchsten Wert mit 30 Prozent erhält die Grünen-Kandidatin mit der Qualität „klare Positionierung“, dicht gefolgt von „langfristige Vision“ (29 Prozent). Was weniger Menschen mit ihr verbinden, sind Führungsstärke (9 Prozent) und Transparenz (11 Prozent).

Umfrage zur Bundestagswahl: Menschen nicht gerade überzeugt von Führungsstärke

Der aktuelle Vizekanzler und Finanzminister Olaf Scholz, der für die SPD ins Rennen um die Kanzlerschaft gestiegen ist, gilt bei den Teilnehmern der „Spiegel“-Umfrage als Fachmann. 36 Prozent geben an, Fachkenntnisse würden auf den Politikstil von Olaf Scholz zutreffen.

An zweiter Stelle folgt Dialogbereitschaft (24 Prozent), an dritter Stelle eine klare Positionierung (19 Prozent). An Transparenz als eine von Scholz' Qualitäten denken lediglich 6 Prozent der Befragten.

Und obwohl Scholz Vizekanzler ist und auf langjährige Regierungserfahrung zurückblickt, attestieren ihm lediglich 17 Prozent Führungsstärke. Auch die anderen schneiden in dieser Kategorie schlecht ab: Bei Armin Laschet, der als Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen ein Bundesland regiert, finden 12 Prozent Führungsstärke zutreffend für seinen Politikstil. Bei Annalena Baerbock sind es 9 Prozent.

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Ausgerechnet diese Eigenschaft, die im Kanzleramt durchaus von Bedeutung ist, finden die Befragten bei Baerbock, Laschet und Scholz demnach nicht besonders ausgeprägt.

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