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Ukraine: Schummel-Wahlen – so hart gehen Putins Truppen auf Stimmenfang

Wladimir Putin: Das ist Russlands Machthaber

Alles über den Kreml-Chef

Nach den Rückeroberungen der Ukraine lässt Kreml-Boss Wladimir Putin nicht locker. Mit Scheinreferenden will er jetzt beweisen, dass die eingenommenen Landesteile zu Russland gehören wollen.

Das riecht bei vielen nach Betrug. Putins Truppen könnten die Bevölkerung der Ukraine zur Wahl einschüchtern. Ein neues Video zeigt nun auch, wie die Soldaten die Einwohner zu den Wahlurnen führen.

Ukraine: Mit bewaffneten Putin-Männern zur Wahlurne

In vier russisch kontrollierten Gebieten in der Ukraine werden trotz scharfer Proteste sogenannte Referenden durch Russland abgehalten. Nicht elektronisch, sondern mit Wahlzetteln auf Papier finden die Wahlen statt. Von Tür zu Tür gehen Russen-Vertreter, um die Stimmen einzusammeln.

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Putins Truppen sorgen natürlich für das „richtige“ Ergebnis. Videos zeigen nun, wie sie die Bürger zu den Wahlurnen zwingen. Schwer bewaffnet überwachen sie die Einwohner in den Treppenhäusern. Die „Referenden“ sollen bis Dienstag laufen, danach wird mit einer raschen Übernahme durch Moskau gerechnet. Dann könnten dort ukrainische Angriffe von Moskau als Angriff auf Staatsgebiet gewertet werden.

Ukraine: Mit Scheinreferenden will Putin Gebiete für Russland sichern.
Ukraine: Mit Scheinreferenden will Putin Gebiete für Russland sichern. Foto: IMAGO / ITAR-TASS

Ukraine: Scheinreferendum unter Beschuss

International löste die Ankündigung der Referenden Empörung aus. Außenministerin Annalena Baerbock bekräftigte ihre Kritik: Sie nannte die „Referenden“ eine neue Form der Kriegsmethode des russischen Präsidenten. Die Bundesregierung werde diese Abstimmung „niemals anerkennen können“, sagte sie in der Sendung „RTL Aktuell“ am Freitag.


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Parallel verkündete die ukrainische Armee weitere Gebietsgewinne bei ihrem Gegenangriff. Die ukrainischen Truppen hätten mehrere Ortschaften zurückerobert, teilte der ranghohe Militärvertreter Oleksij Gromow mit. Außerdem sei die Kontrolle über Stellungen nahe Donezk zurückgewonnen worden.