Ukraine-Krieg: Putin-Vize rechnet mit Scholz-Rücktritt – „Wir warten auf Neuigkeiten aus Deutschland“

Selenskyj: Wiederaufbau in der Ukraine muss schon jetzt beginnen

Selenskyj: Wiederaufbau in der Ukraine muss schon jetzt beginnen

Die ukrainische Regierung schätzt die Kosten für den Wiederaufbau ihres vom russischen Angriffskrieg zerstörten Landes auf mindestens 720 Milliarden Euro. Der Wiederaufbau seines Landes müsse schon jetzt beginnen, sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj in einer per Video übertragenen Rede zur Wiederaufbaukonferenz in der Schweiz.

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Die Regierungskrise in Großbritannien wird in Russland gefeiert. Premierminister Boris Johnson kündigte seinen Rücktritt an – sehr zur Freude des Kreml. Derweil sorgt eine Umfrage von RTL und ntv für Empörung in der Ukraine.

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+++ Zum Aktualisieren +++

13.50 Uhr: RTL sorgt für Empörung – „Witz über das Sudentenland“

Eine Forsa-Umfrage von RTL und ntv schlägt hohe Wellen in der Ukraine. Gefragt wurde für das Trendbarometer, ob die „Ukraine für Frieden auf Gebiete im Osten verzichten“ sollte. Die Antwort: 47 Prozent der Befragten stimmten mit „Ja“, 41 Prozent mit „Nein“.

Der ukrainische Journalist Danylo Mokryk ist fassungslos. Er teilte ein Screenshot der Umfrage auf Twitter und schrieb dazu: „Es ist ehrlich gesagt mehr als beschämend. Ich bemühe mich wirklich, einen bitteren Witz über das Sudetenland zu unterdrücken.“

Ein anderer Ukrainer fragt zynisch, warum die Zuschauer nicht gefragt werden, ob Deutschland Schleswig an Dänemark abtreten so. Ein anderer schlägt vor eine Umfrage zu starten, ob Bayern an Russland abgetreten werde solle. Auch deutsche Kommentatoren finden die Fragestellung arrogant.

13.20 Uhr: Putin-Vize rechnet mit Scholz-Rücktritt – „Wir warten auf Neuigkeiten aus Deutschland“

Russland hat die Medienberichte über den erwarteten Rücktritt des britischen Premierministers Boris Johnson mit Häme bejubelt. „Die 'besten Freunde der Ukraine' gehen. Der „Sieg" ist in Gefahr!“, schrieb der Vizechef des russischen Sicherheitsrates, Ex-Präsident Dmitri Medwedew, am Donnerstag im Nachrichtendienst Telegram. Johnsons Abgang sei das „rechtmäßige Ergebnis britischer Unverfrorenheit und niveauloser Politik. Besonders auf internationalem Feld“, meinte Medwedew.

Medwedew schrieb, dass vielleicht weitere Verbündete der Ukraine wegbrechen könnten. Provozierend fügte er hinzu: „Wir warten auf Neuigkeiten aus Deutschland, Polen und dem Baltikum“, so der frühere Staatschef. Allerdings wackeln dort die Regierungen nicht. Eine tiefgreifende Regierungskrise der Art von Großbritannien ist in Berlin nicht in Sicht.