Ukraine-Krieg: Russisches Flugzeug vor Rügen aufgetaucht – Luftwaffe greift sofort ein

Weitere Evakuierungen aus Stahlwerk in Mariupol geplant

Weitere Evakuierungen aus Stahlwerk in Mariupol geplant

Weitere Zivilisten sollen aus dem seit Wochen umkämpften Asow-Stahlwerk in Mariupol im Süden der Ukraine in Sicherheit gebracht werden. Am Wochenende gelangten nach ukrainischen Angaben mehr als hundert Menschen nach Saporischschja.

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Vor mehr als zwei Monaten hat Russland die Ukraine überfallen. Seitdem herrscht Krieg in Europa.

Solange warnt Russlands Präsident Wladimir Putin, sich in den Ukraine-Krieg einzumischen. Seinen Drohungen folgen nun besorgniserregende Vorfälle – auch an der deutschen Grenze.

Ukraine-Krieg: Russisches Flugzeug vor Rügen gesichtet

So hat die Luftwaffe nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) am Samstag ein russisches Aufklärungsflugzeug über der Ostsee identifiziert.

Als Reaktion auf den Aufklärer schickte die Bundeswehr zwei Eurofighter vom Fliegerhorst Laage in Mecklenburg-Vorpommern zu einem Alarmstart auf.

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Mehr zum Ukraine-Krieg:

  • Der russische Überfall auf die Ukraine begann am 24. Februar 2022
  • Russland wird unterstützt von Milizen der sogenannten Volksrepubliken Donezk und Lugansk, islamistische tschetschenische Söldner sowie von Belarus.
  • Die Ukraine erhält Militärhilfen der NATO und EU.
  • Vorläufer des Angriffkrieges war der russisch-ukrainische Krieg von 2014 mit der Annexion der Krim und den seitdem fortdauernden Kämpfen im Donbas.
  • Mehr zur Lage rund um den Ukraine-Krieg kannst du hier im Newsblog verfolgen >>>

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Die beiden Luftwaffen-Jets fingen die russische Maschine im internationalen Luftraum vor der Insel Rügen ab und leiteten sie von Deutschland weg. Die genauen Hintergründe für das russische Manöver sind unklar.

Fest steht: Es ist nicht der erste Vorfall dieser Art!

Ukraine-Krieg: Russische Flugzeuge sorgen für Spannungen

Denn in den vergangenen Tagen hatten russische Flugzeuge bereits den Luftraum von Dänemark und Schweden verletzt.

+++ Ukraine: Neue Eskalation in Putin-TV – Regisseur droht Russlands Gegnern mit KZ +++

Dänemark hatte daraufhin den russischen Botschafter zu einem Gespräch ins Außenministerium einbestellt.

Schweden meldete schon Anfang März, dass vier russische Kampfflugzeug ihren Luftraum verletzt hätten.

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Weitere Meldungen rund um den Ukraine-Krieg:

Ukraine-Krieg: Russland-Experte warnt vor Putins letzter Waffe – die NATO wäre chancenlos

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Sergej Beljajew, Direktor für Europapolitik im russischen Außenministerium, hatte im März vor unter anderem vor einer Aufnahme Schwedens in die Nato gewarnt. Dies hätte „ernsthafte militärische und politische Folgen, die uns dazu zwingen würden, die gesamte Bandbreite der Beziehungen zu diesen Staaten zu überdenken und Vergeltungsmaßnahmen zu ergreifen“.

Russland hatte außerdem vor einer Stärkung der Nato-Präsenz im Baltikum gewarnt. „Der Aufbau von Nato-Truppen und -Infrastruktur direkt an unseren Grenzen sowie Pläne für ihren dauerhaften Einsatz sind offen gesagt eine Provokation und führen zu einer deutlichen Zunahme der Konfrontation im Baltikum.“

Die Lieferung schwerer Waffen zur Unterstützung der Ukraine dürfte die Fronten zwischen Deutschland und Russland weiter verhärtet haben. (ak mit dpa)