Ukraine-Krieg: Grassiert nun auch noch eine lebensgefährliche Krankheit in Mariupol?

Putin vergleicht sich mit russischem Zar Peter dem Großen

Putin vergleicht sich mit russischem Zar Peter dem Großen

Russlands Präsident Wladimir Putin sieht Parallelen zwischen seiner Politik und jener Peters des Großen. So wie der Zar im 18. Jahrhundert Krieg gegen Schweden geführt und einen Teil Russlands "zurückgeholt" habe, hole er, Putin, heute etwas nach Russland zurück.

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Bundeskanzler Olaf Scholz war seit dem 24. Februar nicht mehr in der Ukraine, dafür nun seine Minister Cem Özdemir und Karl Lauterbach. Der Gesundheitsminister geriet in Lwiw sogar in eine heikle Situation.

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11. Juni 2022

15.10 Uhr: Grassiert nun auch noch lebensgefährliche Krankheit in Mariupol?

Das britische Verteidigungsministerium und der vom russischen Militär aus Mariupol vertriebene Bürgermeister Wadym Boitschenko hatten von einzelnen Cholerafällen in der Stadt gesprochen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht ein hohes Risiko für einen Cholera-Ausbruch in der von russischen Angreifern schwer zerstörten ukrainischen Stadt Mariupol. „Die WHO hat aber bislang keine Meldung von Verdachtsfällen oder bestätigten Fällen erhalten“, sagte eine Sprecherin am Samstag in Genf. Die WHO sei selbst nicht in Mariupol, aber in engem Kontakt mit Partnern vor Ort.

Cholera ist eine lebensgefährliche Durchfallerkrankung, die meist durch das Trinken von etwa durch Fäkalien verschmutztem Wasser übertragen wird.

9 Uhr: Karl Lauterbach gerät in Lwiw in gefährliche Situation – „Rausklettern wollte niemand“

Nun war auch Gesundheitsminister Karl Lauterbach auf Besuch in der Ukraine. Der SPD-Politiker besuchte schwer verwundete Menschen in Lwiw. „Die humanitären Folgen des Krieges sind unermesslich“, zeigte sich der Minister anschließend betroffen. Viele Kinder hätten Gliedmaßen verloren, viele Menschen hätten schwere Brandwunden erlitten. Im Anschluss unterstrich Lauterbach, dass Deutschland bei der Versorgung der Menschen helfen werde und unter anderem Prothesen wolle.

In einem „Bild“-Interview erklärte Lauterbach auf Nachfrage, ob sich angesichts des Krieges seine Corona-Sorgen relativiert hätten: „Selbstverständlich gibt es schlimmeres als Corona, aber ich finde es nicht sympathisch, wenn man das gegeneinander ausspielt. Denn was hilft es, wenn ein älterer Mensch oder jemand mit Begleiterkrankungen an Corona stark leidet oder gar stirbt, was hilft es ihm zu wissen, dass es woanders sogar noch mehr Leid gibt.“

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Bei einem Besuch in einem der Krankenhäuser, die alle „in einem bescheidenen Zustand“ seien, so Lauterbach, geriet der SPD-Minister dann in eine gefährliche Lage. Er blieb mit seinem ukrainischen Amtskollegen Victor Lyaschko in einem Aufzug stecken. Ruckartig sei der Fahrstuhl um einen Meter abgesackt. „Rausklettern wollte zunächst niemand“, schilderte der Politiker auf Twitter.

Dazu postete Lauterbach ein Foto von der unangenehmen Situation. Glücklicherweise ging alles gut aus!