Ukraine-News: Zündet Putin die Atombombe? Russischer Botschafter redet Klartext

Selenskyj: Russische Soldaten verwandeln Donbass in "Hölle"

Selenskyj: Russische Soldaten verwandeln Donbass in "Hölle"

Mit massiven Angriffen haben die russischen Truppen den Osten der Ukraine nach den Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj in "die Hölle" verwandelt. "Das ist keine Übertreibung", sagte Selenskyj in einer Videobotschaft.

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Russlands Angriffskrieg auf die Ukraine dauert nun beinah schon drei Monate an. Wladimir Putin verfolgt immer noch das Ziel, ukrainisches Territorium einzunehmen, während die Ukrainer sich mithilfe westlicher Unterstützung verteidigen.

Nun gibt es immerhin ein wenig Grund zur Hoffnung: Der Kreml signalisiert Verhandlungsbereitschaft mit Kiew. Das Gerücht, Wladimir Putin sei schwer an Krebs erkrankt, hält sich unterdessen hartnäckig. Außerdem fand Kanzler Olaf Scholz beim Weltwirtschaftsforum in Davos deutliche Worte zum Ukraine-Krieg.

Newsblog zum Ukraine-Krieg

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Sonntag, 29. Mai 2022

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17.27 Uhr: Schlimmer Unfall in Thüringen kostet sechsjähriges Mädchen aus Ukraine ihr Leben

Eine ukrainische Familie war am Sonntagmorgen auf der A4 in Thüringen unterwegs, hielt mit ihrem Wagen auf einem Standstreifen. Ein anderer Autofahrer kam nach rechts von der Fahrbahn ab, rammte den Wagen der Geflüchteten – alle vier Familienmitglieder worden verletzt. Ein sechsjähriges Mädchen starb an den Verletzungen. Alles zu dem tragischen Unfall liest du hier.

9.57 Uhr: Zündet Putin die Atombombe? Russischer Botschafter redet Klartext

Der russische Botschafter in London, Andrei Kelin, rechnet nicht damit, dass sein Land in der Ukraine Atomwaffen einsetzen wird. Nach den Regeln des russischen Militärs sei dies nur vorgesehen, wenn Russland in seiner Existenz bedroht sei, sagte Kelin in einem am Sonntag ausgestrahlten BBC-Interview. „Das hat nichts mit der aktuellen Operation zu tun.“ Auch die Frage, ob er glaube, dass Präsident Wladimir Putin im Fall einer Ausweitung des Krieges bereit sei, einen nuklearen Angriff auf Großbritannien zu verüben, verneinte der Botschafter. Dieses und ähnliche Szenarien waren vor einigen Wochen im russischen Staatsfernsehen öffentlich diskutiert worden.

Konfrontiert mit Belegen für russische Kriegsverbrechen in der Ukraine wies der russische Botschafter wiederholt Moskaus Verantwortung dafür zurück. „Nichts passiert, keine Leichen auf der Straße“, sagte Kelin zu Berichten über die Gräueltaten im Kiewer Vorort Butscha, wo nach dem Abzug der Russen im April Hunderte Leichen gefunden wurden. „Unserer Ansicht nach ist das eine Erfindung. Es wird benutzt, um die Verhandlungen zu stören“, sagte Kelin. Er gab auf Nachfrage an, selbst zuletzt vor einigen Jahren - während der Maidan-Revolution - in der Ukraine gewesen zu sein.

Zu Aufnahmen der ukrainischen Hafenstadt Mariupol räumte der Botschafter ein, diese sei bei Kämpfen zerstört worden. Allerdings könne auch hier Russland nicht allein die Schuld gegeben werden. Bei Gefechten seien eben „Kollateralschäden“ möglich, sagte Kelin. Wiederholt warf der Russe der Ukraine in dem BBC-Interview vor, in der umkämpften Donbass-Region selbst Zivilisten zu töten. Russland rechtfertigt seine „Spezialoperation“ damit, die Ukraine von angeblichen Nazis befreien zu wollen.

Samstag, 28. Mai 2022

22.51 Uhr: Präsident Selenskyj glaubt nicht, dass alle Gebiete zurück erobert werden können

Traurige Worte von Ukraine-Präsident Wolodymyr Selenskyj! Er glaubt nicht, dass die Ukraine die von Russland in den vergangenen Jahren eroberten Gebiete mit Gewalt zurückholen kann.

„Ich glaube nicht, dass wir unser gesamtes Territorium mit militärischen Mitteln zurück gewinnen können“, sagt er in einem Interview, das sein Büro in voller Länge ins Internet stellte, wie „Bild“ berichtet. Bei einem solchen Vorgehen würden Hunderttausende Menschen getötet.

20.29 Uhr: Russland zwingt Region Cherson Kreml-Zeiteinstellung auf

In der Region um die Großstadt Cherson will der Kreml jetzt die Zeit umstellen. Künftig sollen die Uhren in der südostukrainischen Region im Takt von Moskau ticken, berichtet „Bild“.

Laut der russischen Nachrichtenagentur „Ria Novosti“ soll die westeuropäische Aufteilung in Winter- und Sommerzeit abgeschafft werden, die Uhren in der Region werden zur Winterzeit nicht mehr umgestellt. „Moskau ist das Zentrum der Zeit in der Region Cherson“, verkündete demnach der neu eingesetzte pro-russische Verwalter Kirill Stremousov.

In den von Russland eroberten Teilen der Saporischschja-Region, die ebenfalls in der Ostukraine liegt, ist die russische Zeit bereits eingeführt.

15.05 Uhr: Putin warnt Deutschland vor Waffenlieferungen

Der russische Präsident Wladimir Putin hat Deutschland und Frankreich vor weiteren Waffenlieferungen an die Ukraine gewarnt. In einem Telefongespräch mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Präsident Emmanuel Macron sagte der Kreml-Chef am Samstag nach russischen Angaben, weitere Waffenlieferungen seien „gefährlich“. Dadurch bestehe das Risiko, dass sich in der Ukraine „die Situation weiter destabilisiert und die humanitäre Krise verschärft“.

(red mit dpa/AFP)