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Ukraine-Krieg: Schwangere und ungeborenes Baby sterben nach Angriff – ihr Bild ging um die Welt

Humanitäre Lage in ukrainischen Städten spitzt sich weiter zu

Die russische Armee hat den Druck auf die ukrainische Hauptstadt Kiew weiter erhöht und ihre Angriffe auf Städte im Süden des Landes verstärkt.

Der Ukraine-Krieg fordert seit über zwei Wochen jede Menge Leid, Terror und Menschenleben.

Wie gnadenlos die Kampfhandlungen von Putins Truppen in den betroffenen Städten sind, wird vor allem an Bildern deutlich. So sorgte das Foto einer schwangeren Frau, die auf einer Trage aus einer Entbindungsklinik in Mariupol durch die Trümmer getragen wurde, weltweit für Entsetzen. Jetzt ist klar: Die werdende Mutter und ihr Kind haben den Ukraine-Krieg nicht überlebt.

Ukraine-Krieg: Hochschwangere muss nach Bombardement aus Klinik gerettet werden

Es ist erst einige Tage her, dass das Foto einer Schwangeren in der zerbombten Hafenstadt Mariupol zum Sinnbild des grausamen Ukraine-Krieges wurde, der unzählige Unschuldige leiden lässt.

Am Mittwoch musste die Frau aus einer Kinderklinik in der Stadt evakuiert werden, nachdem Russland das Krankenhaus bombardiert hatte. Soldaten und Freiwillig trugen die Frau auf einer Trage durch die Trümmer – sie hat einen blutigen Bauch, der Schock steht ihr ins Gesicht geschrieben.

Die Ukrainerin wurde in ein anderes Krankenhaus gebracht, wo Ärzte laut „Associated Press“ (AP) darum kämpften, sie und ihr Baby am Leben zu halten. Das Becken der Schwangeren war zertrümmert, die Hüfte war abgetrennt. Als der Frau klar wurde, dass sie ihr Ungeborenes verliert, soll sie den Mediziner gesagt haben: „Tötet mich jetzt!“

Ukraine-Krieg: Werdende Mutter und ungeborenes Kind sterben

Das Baby wurde per Kaiserschnitt geholt, zeigte aber laut Chirug Timur Marin „keine Lebenszeichen“.

Die Ärzte konzentrierten sich demnach auf die Rettung der verletzten Frau, aber: „Mehr als 30 Minuten Wiederbelebung der Mutter brachten keine Ergebnisse“, zitiert AP den Chirugen Marin. „Beide sind gestorben.“

Die Mediziner hatten während der Rettungsmaßnahmen keine Gelegenheit, den Namen der Frau zu erfahren – trotzdem fanden ihr Ehemann und ihr Vater die Tote und holten ihren Leichnam ab. So endete sie nicht ein einem der Massengräber, die in Mariupol ausgehoben wurden.

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Die schreckliche Nachricht von dem gezielten Angriff Russlands auf die Klinik in der Hafenstadt wurde von dem russischen Botschafter in London als „Fake News“ bezeichnet. Ukrainische Extremisten hätten das Entbindungsheim übernommen, um es als Stützpunkt zu nutzen. Patienten oder Angestellte seien zu dem Zeitpunkt nicht mehr dort gewesen, behaupten russische Behörden. (kv)

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