Ukraine-Krieg: Angst geht um! Gewinnt Putin jetzt doch noch?

Heftige Gefechte im Donbass

Heftige Gefechte im Donbass

Im ostukrainischen Donbass gehen die heftigen Kämpfe weiter, die von ukrainischen Truppen gehaltene Stadt Lyssytschansk lag am Wochenende unter starkem russischen Beschuss.

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Wieder Kritik aus der Ukraine! Botschafter Andrij Melnyk meint, dass sich Ukrainer in Deutschland nicht willkommen fühlen. Erneut beschwert er sich über die Ampel-Regierung von Bundeskanzler Olaf Scholz deutlich.

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Montag, 13. Juni 2022

14.15 Uhr: Angst geht um! Gewinnt Russland jetzt doch den Ukraine-Krieg?

Nachdem die Ukraine die erste Offensive der Russen im Frühling abwehren konnte, war die Häme groß über Putins Armee mit all ihren logistischen Problemen und der geringen Kampfmoral der Einheiten. Doch nun scheint die Lage eine andere zu sein.

Es gibt Meldungen über hohe Verluste auf der Seite der Verteidiger und russische Geländegewinne im Osten. Die Ukraine ist in die Defensive geraten. Wird es nun doch wieder gefährlich? Möglicherweise sogar für die Hauptstadt Kiew und Präsident Selenskyj?

Militärexperte Christian Mölling von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik analysiert im Interview mit dem ZDF die Lage. Russland komme „langsam, aber stetig voran“, es werde „wahrscheinlich auch große Teile des Donbass bald eingenommen haben“, so der Exprte. Die ukrainische Armee ziehe sich aktuell geordnet zurück und versuche Zeit zu gewinnen, bis neue schwere Waffen aus dem Westen eintreffen.

Doch Mölling sieht eine Hoffnung für die Ukraine: „Aktuell finden die Kämpfe im Donbass in flachem Gelände statt, ohne viele Optionen, Verteidigungsstellungen aufzubauen. Sobald der Donbass eingenommen ist, verändert sich die Lage: Dann treffen die russischen Truppen auf Städte, die schon seit 2014 stark befestigt wurden - quasi wie Festungen ausgebaut.“

Sollte die Ukraine dann über den Nachschub an Waffensystemen aus dem Westen verfügen, „könnte sich das Blatt nochmal wenden“, meint der Militärexperte im ZDF-Gespräch.

7.10 Uhr: Melnyk klagt über Deutschland – Ukrainer haben „keine Lust, hierzubleiben“

Botschafter Andrij Melnyk beschwert sich erneut über das Verhalten Deutschlands im Ukraine-Krieg. In der Sendung „Die richtigen Fragen“ bei „Bild-TV“ kritisierte er bislang ausbleibende Lieferungen von schweren Waffen durch die Bundesregierung. Kanzler Olaf Scholz müsse bei seiner geplanten Kiew-Reise endlich konkret werden und die deutschen Versprechen wahrmachen.

Hierzu gehören aus Sicht von Melnyk neben Waffenlieferungen auch Fortschritte beim angestrebten EU-Beitritt seines Landes.

Dann erklärte Melynk, dass sich viele Ukrainer in Deutschland nicht willkommen fühlen würden. „Die meisten Ukrainer kehren zurück, schon längst. Es sind mehr Menschen, die abreisen aus diesem Land, als zu Ihnen kommen“, so der Botschafter im Politik-Talk. Man sollte sich in Deutschland Gedanken darüber machen, wieso viele Ukrainer, „keine Lust haben, hier zu bleiben“, forderte er.

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Bislang wurden weitaus mehr als 700.000 geflüchtete Ukrainer im deutschen Ausländerzentralregister erfasst.

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Davon könnte jedoch schon längst eine größere Anzahl in andere EU-Staaten weitergereist oder in die Ukraine zurückgekehrt sein.