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Ukraine-Krieg: Deutscher Wirt will keine Russen mehr bedienen – das hat Folgen für ihn

Ukraine-Krieg: Deutscher Wirt will keine Russen mehr bedienen – das hat Folgen für ihn

Russlands Angriffskrieg: Ukraine leistet offenbar erbitterten Widerstand

Am fünften Tag des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine wollen Vertreter beider Länder an der belarussisch-ukrainischen Grenze verhandeln. Der russische Vormarsch stößt derweil auf erbitterten Widerstand, die EU will der Ukarine umfangreiche Militärhilfe zukommen lassen.

Der Ukraine-Krieg spitzt sich immer weiter zu, auf der ganzen Welt zeigt sich Empörung über den Kriegzustand in Osteuropa. Auch in Deutschland verkünden Menschen ihren Unmut, doch es kommt auch zu Konflikten innerhalb der Bevölkerung.

Ein Gastwirt hat sich angesichts des Ukraine-Kriegs nun zu einer bizarren Maßnahme entschlossen. Dafür erntete er massive Kritik – der weitere, drastische Konsequenzen folgten.

Ukraine-Krieg: Unfassbare Aktion

Die Ansage stammt von einem Restaurantbetreiber in Bietigheim bei Rastatt in Baden-Württemberg. Auf der Homepage seines Restaurant „Traube“ verkündete der Inhaber am vergangenen Wochenende, Gäste mit russischem Pass seien in seiner Gaststätte unerwünscht.

Weiter war dort zu lesen: „Es ist uns bewusst, dass der ,normale’ russische Staatsbürger keine Schuld an den kriminellen Handlungen der russischen Regierung trägt.“, wie die „Badische Neueste Nachrichten“ berichtet.

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Er verkündete, mit dieser Aktion wolle er ein Zeichen setzen. „Dies ist unser Beitrag, damit unsere Kinder in einem friedlichen Europa leben können“ schloss er seine Botschaft.

Ukraine-Krieg: Menschen reagieren prompt

Schnell folgten entsetzte Reaktionen in sozialen Medien wie Facebook und Twitter.

Eine überwältigende Mehrheit hat keinerlei Verständnis für die Aktion des Gastronomen aus Süddeutschland. Das Statement gilt vielen Beobachtern als fremdenfeindliche Hetze. „Ihr wollt Frieden für eure Kinder, aber verbreitet Hass gegen Menschen mit russischer Herkunft. Das ist ein Widerspruch“ schreibt eine erzürnte Frau.

„Unfassbar“ oder „einfach krank“ lauten weitere Kommentare, einige Nutzer vermuten gar, es handele sich um eine gezielte Provokation, um Konflikte in der deutsch-russischen Gemeinschaft heraufzubeschwören.

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Ukraine-Krieg: Plötzlich steht der Wirt im Fokus

Nachdem der Shitstorm gegen den Wirt immer mehr an Fahrt aufnahm, war die Botschaft am späten Sonntagnachmittag nicht mehr abrufbar, wie die „Badische Neueste Nachrichten“ berichten. Die Google-Bewertungen des Restaurants gingen auf Talfahrt, kurzzeitig war die „Traube“ sogar nur noch unter dem Namen „Restaurant der Hetze“ in der Google-Suche zu finden.

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Der Wirt distanzierte sich später bei Facebook von seinen Aussagen: „Es war ein Fehler, die Kritik an Putin an der Nationalität festzumachen. Niemals wollte ich jemanden wegen seiner Nationalität beleidigen. Allerdings rechtfertigt das nicht, meine Familie und Mitarbeiter zu bedrohen.“ Wegen der Drohungen postierte die Polizei einen Streifenwagen vor dem Restaurant.

Neben seiner Tätigkeit als Gastwirt war der Inhaber der „Traube“ auch im CDU-Gemeindeverband des Ortes aktiv. Laut dem aktuellen Vorsitzenden, ist er dort allerdings kein Mitglied mehr.

Sein Versuch einer Friedensbotschaft ging jedenfalls reichlich nach hinten los. (wip)