Türkei: Du planst schon deinen Urlaub in dem Land? Dann solltest du DAS nicht gemacht haben

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum machen wieder mehr Deutsche Urlaub in der Türkei. (Symbolbild)
Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum machen wieder mehr Deutsche Urlaub in der Türkei. (Symbolbild)
Foto: dpa

Der Tourismus in der Türkei kommt wieder in Gang: Nachdem zuletzt die Zahl der Touristen stagniert beziehungsweise zurückgegangen war, steigt sie jetzt wieder an.

Vor allem fahren wieder mehr Deutsche in die Türkei. Allein zwischen Januar und April machten laut dem türkischen Tourismusministerium mehr als 800.000 Deutsche Urlaub in der Türkei - 20 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Türkei: Urlaub trotz Warnung?

Die Entwicklung ist insofern bemerkenswert, als Experten nach wie vor warnen: Eine Reise in die Türkei kann unter Umständen problematisch bis gefährlich sein.

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„Seit Anfang 2017 werden vermehrt deutsche Staatsangehörige willkürlich festgenommen, mit einer Ausreisesperre belegt, oder ihnen wird die Einreise die Türkei verweigert“, warnt das Auswärtige Amt.

Türkei: „Festnahmen und Ausreisesperre“

Und weiter: „Festnahmen, Strafverfolgung oder Ausreisesperre deutscher Staatsangehöriger erfolgten des Weiteren vielfach in Zusammenhang mit regierungskritischen Stellungnahmen in den sozialen Medien, vermehrt auch aufgrund des Vorwurfs des im türkischen Strafrecht vorgesehenen Tatbestands der Präsidentenbeleidung.“

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Im Falle einer Verurteilung drohen dann mehrere Jahre Haft.

Zuletzt hat das Auswärtige Amt seine aktuellen Hinweise noch einmal aktualisiert: „Am 9. Oktober 2019 hat die Türkei eine Militäroperation in Nordost-Syrien begonnen. In diesem Zusammenhang kommt es im Grenzgebiet zu Syrien, besonders in den Provinzen Şanlıurfa und Mardin zu Truppenbewegungen. Von Reisen in das Grenzgebiet wird dringend abgeraten. Mit einer erhöhten Gefahr von Anschlägen in der gesamten Türkei muss gerechnet werden.“

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Ferien in Ägypten: „Landesweiter Ausnahmezustand“

Ähnliches gilt für einen Urlaub in Ägypten. Die Zahl der Touristen steigt auch hier. Obwohl das Auswärtige Amt schreibt: „Seit April 2017 gilt landesweit der Ausnahmezustand. Schwerwiegende Anschläge auf ägyptische Sicherheitskräfte und zivile Ziele können nicht ausgeschlossen werden.“

Und auch in Ägypten gilt: „Kritische Äußerungen über Ägypten und politische Kommentare auch in den sozialen Medien können unter anderem als strafbare Beleidigung und Diffamierung Ägyptens oder des Staatspräsidenten bzw. als strafbares „Verbreiten falscher Nachrichten“ angesehen werden und eine Strafverfolgung nach sich ziehen. Bei Kontrollen ist eine Durchsuchung nach solchen Kommentaren möglich.“

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Türkei-Urlaub: Vorher Facebook-Profil checken

Wer in die Türkei oder nach Ägypten möchte, sollte das im Hinterkopf behalten. Und aus den Hinweisen des Auswärtigen Amts muss man den Schluss ziehen: Vor einer Reise in die Türkei im Zweifel prüfen, ob man in letzter Zeit bei Facebook oder Twitter Kommentare von sich gegeben hat, die die Erdogan-Regierung als kritisch einstufen könnte. (pen)

 
 

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