Trump twittert nach Terroranschlag falsche Schweineblut-Legende

US-Präsident Donald Trump twittert viel, schnell und nicht immer in Kenntnis aller Fakten.
US-Präsident Donald Trump twittert viel, schnell und nicht immer in Kenntnis aller Fakten.
Foto: Erik S. Lesser / dpa
Der US-Präsident lobt auf Twitter einen US-General für seine Taktik gegen islamistischen Terror. Doch es handelt sich um eine Legende.

Washington.  Nach dem Anschlag von Barcelona hat US-Präsident Donald Trump nahegelegt, für den Kampf gegen Terrorismus die Methoden von General John Pershing zu studieren. Der – unbewiesenen und falschen – Legende nach soll Pershing auf den Philippinen 50 muslimische Gefangene mit Projektilen exekutiert haben, die er zuvor in Schweineblut getaucht hatte. Mit dem Blut der für gläubige Moslems unreinen Tiere sei ihnen der Weg ins Paradies versperrt gewesen. Trump: „Danach gab es 35 Jahre keinen islamistischen Terror mehr!“

Trump zitiert die Legende nicht zum ersten Mal

Trump begann diese Legende im Wahlkampf 2016 mit großer Begeisterung zu zitieren, als er nach Siegen in ersten Bundesstaaten im Aufwind war. Laut Historikern gibt es nicht den geringsten Anlass, die Geschichte um Pershing für wahr zu halten.

In zahlreichen Reaktionen auf Trumps Tweet hieß es in US-Medien am Donnerstag, während die Welt noch um die Toten trauere, verweise der Präsident der Vereinigten Staaten auf eine Lüge, in der die Exekution Gefangener glorifiziert werde. (dpa)


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