Trump sagt bei Gedenkfeier in Frankreich ab, weil es regnet: „Obama hat einen Sch*** auf Regen gegeben“

US-Präsident Donald Trump bei der Gedenkveranstaltung in Suresnes. Am Sonntag hielt ihn das schlechte Wetter nicht von seiner Rede ab. Am Samstag zuvor sah die Sache noch ganz anders aus.
US-Präsident Donald Trump bei der Gedenkveranstaltung in Suresnes. Am Sonntag hielt ihn das schlechte Wetter nicht von seiner Rede ab. Am Samstag zuvor sah die Sache noch ganz anders aus.
Foto: dpa

Paris. US-Präsident Donald Trump und seine Frau Melania sind kürzlich nach Frankreich gereist, um an den Feierlichkeiten zum Ende des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren teilzunehmen.

Auf dem Programm standen unter anderem Besuche der US-Soldatenfriedhöfe Aisne-Marne am Samstag und Suresnes am Sonntag. Während Trump am Sonntag an der Gedenkstätte in Suresnes der gefallenen amerikanischen Soldaten gedachte und eine Rede hielt, hatte er den Besuch in Aisne-Marne am Samstag abgesagt – weil es regnete.

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US-Präsident Trump sagt Besuch von Soldatenfriedhof in Frankreich ab, weil es regnet

Die offizielle Begründung: Der Helikopter des Präsidenten könne bei den Wetterbedingungen nicht landen. Sprecherin des Weißen Hauses Sarah Sanders fügte später hinzu: Mit dem Auto von Paris die etwa 60 Kilometer nach Aisne-Marne zu fahren, diese unerwartete Störung hätte Präsident Trump der Stadt Paris und ihren Einwohnern nicht zumuten wollen.

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Nach Trumps Absage hagelte es heftige Kritik.

Sicherheitsberater von Obama: „Es gibt immer eine Option bei Regen. Immer.“

Ben Rhodes, der stellvertretende Sicherheitsberater von Trumps Vorgänger Barack Obama, sagte zu der Absage vom Samstag bei Twitter: „Ich habe dabei geholfen, acht Jahre lang alle Reisen von Präsident Obama zu planen. Es gibt immer eine Option bei Regen. Immer.“

Andere Twitter-User posteten derweil Bilder oder Videos von Ex-Präsident Barack Obama, auf denen er in strömendem Regen Reden hielt, aus dem Helikopter stieg oder sonstwie öffentlich unterwegs war. Und zwar immer nass.

Und nicht nur Barack Obama, sondern auch andere ehemalige US-Präsidenten hielten Reden im Regen, wie dieser Twitter-Nutzer in Erinnerung ruft:

Trump wollte die Kritik offenbar nicht auf sich sitzen lassen. Am Sonntag erschien er auf dem Soldatenfriedhof in Suresnes und hielt seine Rede. Im Regen. Ohne Schirm.

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Gedenkfeiern in Paris zum Ende des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren

Zusammen mit rund 70 Staats- und Regierungschefs hatte der US-Präsident Donald Trump am Sonntag an den Gedenkfeierlichkeiten zum Ende des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren am Triumphbogen in Paris teilgenommen.

Der französische Präsident Emmanuel Macron hatte zu diesen Feierlichkeiten eingeladen. Im Anschluss kamen die Gäste zu einem Mittagessen zusammen.

Im Élyséepalast hatte Trump am Samstag Macron zu einem bilateralen Gespräch getroffen.

Nach dem Besuch in Suresnes ist der US-Präsident wieder nach Washington zurückgeflogen.

Bei Weltkriegsgedenken in Frankreich: 101-Jährige verwechselt Angela Merkel mit Brigitte Macron

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel hat an den Gedenkfeierlichkeiten zum Ende des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren in Frankreich teilgenommen.

Am Rande kam es zu einer rührenden Szene: Eine 101-jährige Französin begrüßte zuerst den französischen Präsidenten Emmanuel Macron inbrünstig und danach die neben ihm stehende Angela Merkel.

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Dabei unterlief der alten Dame jedoch ein Fehler – sie fragte Angela Merkel nämlich: „Sind Sie Frau Macron?“ Macrons Ehefrau Brigitte ist 21 Jahre älter als er. Der Präsident klärte die 101-Jährige auf – anschließend machte die Seniorin noch ein Foto mit Merkel. (mit dpa)

 
 

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