Mit diesem Trick könnte Donald Trump seine Mauer zu Mexiko bauen – und wird dafür in TV-Sendung verspottet

Donald Trump.
Donald Trump.
Foto: dpa

Washington. Donald Trump will weiter seine Mauer an der Grenze zu Mexiko bauen. Das bekräftigte der US-Präsident in einer TV-Rede in der Nacht zu Mittwoch. Dafür fehlt er aber bislang das Geld. Und das will der US-Kongress nicht freigeben, weil die Demokraten dem Haushalt einen Riegel vorschieben.

Die Konsequenz: Die Haushaltssperre, der sogenannte „Shutdown“, legt seit 18 Tagen das Land lahm.

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Trump wird in TV-Show „Late Night with Seth Meyers“ verhöhnt

Doch Trump hätte noch eine andere Möglichkeit, Gelder für die Mauer zu mobilisieren – ohne Zustimmung vom Kongress: Der Präsident könnte den nationalen Notstand ausrufen und sich so weitreichende Vollmachten erteilen.

Aber wusste er überhaupt von dieser Option? Bei einer Pressekonferenz fragt ein Journalist Trump: „Haben Sie überlegt, die Notfall-Vollmachten zu nutzen, um die Mauer ohne Zustimmung des Kongresses zu bauen?“

Etwas überrumpelt und zögerlich antwortete Trump: „Ja, hab ich. Und das kann ich, wenn ich will.“

In der US-TV-Show „Late Night with Seth Meyers“ spottete der Gastgeber über die Reaktion des Präsidenten. „Reporter, hört auf solche Fragen zu stellen!“, appellierte Meyers spaßeshalber an die Journalisten. „Es war eine gute Gelegenheit, dass Trump nie über den Einsatz der Notfall-Vollmachten nachgedacht hat, bis der Reporter ihn angesprochen hat.“

Trump und der „Game of Thrones“-Vergleich

Der Moderator spottete weiter: „Er ist sehr beeinflussbar. Reporter könnten auch fragen: 'Mr. President, haben sie darüber nachgedacht überall eine Militäruniform zu tragen und ihre Feinde in Rosengarten zu exekutieren?' Und er würde sagen: 'Ja, wir arbeiten sehr darauf hinaus!'“.

Mit dem letzten Seitenhieb spielte Meyers auf einen Vergleich zur US-Serie „Game of Thrones“ an. Trump hatte zuletzt bei Twitter wiederholt den Slogan „Winter is coming“ (deutsch: Der Winter naht) aus der Erfolgsserie genutzt und auf seine eigene Ziele umgemünzt. Bei einer Kabinettssitzung legte er ein Poster mit dem Slogan „Sanctions are coming“ auf den Tisch, mit denen er Sanktionen gegen China ankündigte.

„Shutdown“ lähmt die USA

Der US-Präsident hat den nationalen Notstand bislang noch nicht ausgerufen. Ob das vor Gericht Bestand hätte, ist ohnehin fraglich. Er will es weiter auf dem Verhandlungsweg versuchen.

Der „Shutdown“ in den USA hält damit weiter an und könnte zum längsten der Geschichte werden. Weniger zu lachen als die Gäste bei Seth Meyers haben derzeit dadurch 800.000 der zwei Millionen Regierungsangestellten in den USA. Sie sind im Zwangsurlaub oder müssen ohne Bezahlung arbeiten.

 
 

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