Trump besucht Opfer der Massaker von El Paso und Dayton – und postet irritierende Fotos

Nach den jüngsten Massakern in den USA hatte US-Präsident Donald Trump zur Ablehnung von Rassismus und Fanatismus aufgerufen.

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El Paso. Der Schock nach den beiden Massakern am Wochenende in Dayton und El Paso sitzt tief in den USA. Ingesamt 31 unschuldige Menschen ließen bei den beiden Angriffen ihr Leben.

US-Präsident Donald Trump hat am Mittwoch die beiden Städte besucht. Schon im Vorfeld stand sein Vorhaben unter keinem guten Stern. Viele Menschen in den USA machen Donald Trump und seine Rhetorik mitverantwortlich für die erschütternden Taten am Wochenende. Die Auftritte des US-Präsidenten sollten dann ein abstruses Bild abgeben.

Donald Trump besucht Dayton und El Paso – Fotos irritieren

Donald Trump verzichtete darauf, öffentlich in den Vierteln aufzutreten, in denen sich die Bluttaten abgespielt hatten. „Die Opfer sollen im Vordergrund stehen“, hieß es dazu aus dem Weißen Haus. Wäre es zu einem öffentlichen Auftritt gekommen, hätte sich der US-Präsident zahlreichen Protestlern stellen müssen.

Die Wut in der Gemeinde sei groß, sagte die Bürgermeisterin von Dayton, Nan Whaley. „Seine Art zu reden, kann sehr spaltend sein. Und das ist das Letzte, was wir hier gebrauchen können“, so die Demokratin.

So zeigte sich Donald Trump und seine Frau Melania lediglich Angehörigen der Opfer und Verletzten in den Krankenhäusern in Dayton und El Paso. Medien waren dabei nicht zugelassen. Stattdessen produzierte der US-Präsident an diesem Tag PR-Fotos, über die viele in den USA den Kopf schütteln.

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„Es geht Ihnen nicht um die Opfer, Trump!“

Darauf zu sehen ist ein auf jedem Bild strahlender Präsident, in dessen Mimik und Gestik wenig Mitgefühl herauszulesen ist. In den Sozialen Netzwerken zeigen viele Amerikaner kein Verständnis für das Auftreten Trumps. Viele vermissen Akte ehrlicher Anteilnahme, die früheren Präsidenten wie Barack Obama oder Georg Bush noch abgekauft wurde.

„Es ging nur um Sie, Trump, nicht um die Familien der Opfer oder der Gemeinde oder der Nation“, schreibt einer.

Schütze mit rassistischem Hintergrund

In einem Einkaufszentrum in El Paso an der Grenze zu Mexiko hatte am Samstag ein Mann das Feuer eröffnet und insgesamt 22 Menschen getötet, darunter mehrere Mexikaner. Dutzende weitere Menschen wurden verletzt. Die Ermittler gehen von einem rassistischen Hintergrund des Schützen aus, der sich vor Ort ergeben hatte.

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Der nächste Angriff erfolgte in der Nacht auf Sonntag. Da hatte in Dayton ein weiterer Mann neun Menschen getötet. Was den 24-Jährigen zu der schrecklichen Tat bewogen hat, ist unklar. Er wurde vor Ort von der Polizei erschossen. (mit dpa)

 
 

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