Terrorverdächtiger trickst Polizei mit Burka-Verkleidung aus

London.  Peinliche Panne für die britische Polizei: Ein Terrorverdächtiger ist seinen Beschattern von Scotland Yard offenbar entwischt – mit einem simplen Verkleidungstrick.

Wie die Zeitung Daily Mail berichtete, wird der gebürtige Somalier Mohammed Ahmed Mohamed von den Behörden einer Gruppe von terrorverdächtigen Islamisten zugeordnet, die aufgrund einer gerichtlichen Anordnung auf Schritt und Tritt beobachtet werden. Als der 27-Jährige am Freitagmorgen eine Moschee im Westen Londons betrat, blieben die Polizisten aber draußen vor der Tür. Seitdem wurde Mohamed nicht mehr gesehen.

Inzwischen gehen die Behörden davon aus, dass der Verdächtige die Moschee längst wieder verlassen hat – getarnt durch eine Burka, wie sie muslimische Frauen in vielen arabischen Ländern tragen. Die Polizei veröffentlichte jedenfalls das Foto einer Überwachungskamera. Es zeigt eine gänzlich unkenntliche Person unter einem weiten schwarzen Umhang beim Verlassen der Moschee. Die britische Polizei glaubt nun, dass Mohamed seine Beschatter auf diese Weise austrickste.

Schon der zweite Fall

Mohammed Ahmed Mohamed ist schon der zweite Verdächtige, der den britischen Sicherheitsbehörden entkam. Im vorigen Dezember konnte Ibrahim Magag seine elektronische Fußfessel entfernen und fliehen. Er steht unter dem Verdacht, eine Ausbildung in einem Terrorlager in Somalia absolviert zu haben. Scotland Yard sucht noch immer nach ihm.