Student rasselt durch Klausur – der Grund dafür sorgt für jede Menge Zoff

Die Zeit für die Klausur war schon abgelaufen - ein Student schrieb trotzdem einfach weiter. (Symbolbild)
Die Zeit für die Klausur war schon abgelaufen - ein Student schrieb trotzdem einfach weiter. (Symbolbild)
Foto: imago

Ein Student der Hochschule Koblenz ist durch eine Klausur gerasselt – weil er einfach weiterschrieb, während die Klausuren der 50 anderen Studenten bereits eingesammelt wurden. Er klagte dagegen vor dem Verwaltungsgericht - und verlor. Das berichtet der "Spiegel".

Student hatten 90 Minuten Zeit - und fiel durch

Im Juni 2018 hatte der junge Mann eine Klausur im Bachelor-Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen geschrieben. Prüfungsfach: "Internationales Geschäft / Bürgerliches Recht". 90 Minuten Zeit hatten er und seine Kommilitonen.

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Doch der Student schrieb einfach weiter – rund 90 Sekunden. Seine Dozentin habe ihn darauf hingewiesen, doch der Mann schrieb einfach trotzdem weiter – schließlich habe sie ihm die Papiere weggenommen, heißt es in einem Bericht des "Spiegel".

Verhalten führt zu Nicht-Bestehen

Später sei ihm in einer E-Mail mitgeteilt worden, dass sein Verhalten zu einem Nichtbestehen der Klausur führen könne. Der Student argumentierte: Er sei sehr aufgeregt gewesen und sei überdies kein Muttersprachler. Bei Klausuren, die ein entsprechendes Sprachvermögen erforderten, habe er Probleme.

Er sei zudem zu sehr in seine Arbeit vertieft gewesen, um die Hinweise der Dozentin wahrzunehmen.

Der Prüfungsausschuss der Uni entschied dennoch schließlich: Die Leistung sei nicht ausreichend - die Klausur also nicht bestanden.

Klage vor dem Verwaltungsgericht

Der Student klagte später vor dem Verwaltungsgericht: Er sieht es als unverhältnismäßig an, wegen anderthalb Minuten durchzufallen.

Die Richter urteilten anders: Eine Überziehung von 90 Sekunden sei lang genug, „um sich einen für die Bewertung erheblichen Vorteil zu verschaffen“. (pen)

 
 

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