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Strom, Gas, Sprit: Inflations-Hammer! Preis-Explosion nimmt kein Ende – davon hängt die Entwicklung ab

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Der Preis für Strom ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich angestiegen. (Symbolfoto) Foto: imago stock&people gmbh

Jetzt kommt es dicke! Nach erhöhten Preisen für Sprit steigen nun auch die Preise für Erdgas und Strom. Licht, Heizen, Fahren – das alles wird deutlich teurer.

Eine Entspannung der Lage ist nicht in Sicht, im Gegenteil. Experten prognostizieren, dass die Preise für Strom, Gas und Sprit frühstens im Frühjahr wieder fallen werden. Nach saftigen Erhöhungen in den letzten Wochen kann es sogar sein, dass Verbrauchern das Schlimmste noch bevor steht.

Strom, Gas, Sprit: Inflations-Hammer! Preiserhöhungen von rund 30 Euro im Monat

Laut „Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND)“ ist der Preis für Erdgas im Großhandel im Oktober um über 50 Euro angestiegen: Lag er im Oktober 2020 bei durchschnittlich 11,20 Euro pro Megawattstunde, liegt der Preis aktuell bei 63 Euro. Auch Heizöl war im September doppelt so teuer wie vor einem Jahr, Strom wird an Börse satte 300 Prozent mehr kosten als 2020.

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Für die Verbraucher bedeutet das wiederum Preiserhöhungen von über 13 Prozent bei Gas, und rund neun Prozent bei Strom – zusammengefasst sind das jetzt schon zusätzliche Kosten von fast 30 Euro im Monat für einen Standardhaushalt mit einem Verbrauch von etwa 4000 Kilowattstunden (im ganzen nächsten Jahr rund 350 Euro), so das „RND“.

Da Preiserhöhungen durch die Energieversorger in der Regel erst zum Jahresende festgesetzt werden, gehen Experten davon aus, dass der Trend sich noch weiter fortsetzen wird.

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Strom, Gas, Sprit: Wie konnte es zu der Preisexplosion kommen?

Die Preis-Krise ist als direkte Folge der Corona-Krise zu sehen. Auf die monatelangen, weltweiten Lockdowns mit niedriger Nachfrage folgten Lockerungen mit üppigen finanziellen Hilfsprogrammen – Mobilität und die Nachfrage nach allen möglichen Gütern stiegen schlagartig wieder an.

Doch das ist nicht der einzige Grund. So gab es in den letzten Monaten in Europa weniger starken Brisen, die Windstromproduktion ging 2021 deutlich zurück. Weil die Nachfrage nach elektrischer Energie trotzdem stieg, wurden zunehmend Kohle und Erdgas eingesetzt, was deren Preise in die Höhe trieb.

Während es in Europa außerdem 2020 und 2021 eine lange Heizperiode bis in den Mai gegeben habe, kam es direkt danach zu einer starken Nutzung von Klimaanlagen in Asien. Der erhöhte Bedarf der Industrie nach Gas stieg zeitgleich, mittlerweile befindet sich Europa wieder in der nächsten Heizperiode. Ein langwieriges Dilemma.

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Strom, Gas, Sprit: Wetter-Prognose macht wenig Hoffnung auf Besserung

Wie sich die Energiepreise in den nächsten Wochen und Monaten entwickeln, hängt auch vom Wetter ab.

„Sollte ein milder Winter vor der Tür stehen und sollten sich die Füllstände der Gasspeicher dem langjährigen Mittel annähern, ist mit einer Reduktion oder zumindest einer Stabilisierung der Gas- und Strompreise zu rechnen“, zitiert „RND“ Simon Göß vom Beratungsunternehmen „Energy Brainpool“.

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Laut Meteorologen kommt es aber vermutlich eher dicker für Verbraucher: „Wir erwarten kältere Temperaturen als normal in diesem Winter im gesamten Bereich von Nordost-Asien“, so der US-amerikanische Wetter-Experte Renny Vandewege.

Zusätzlich soll der 2021 eingeführte CO-Preis auf Sprit und Gas zum Heizen von 25 Euro pro Tonne auf 30 erhöht werden. Aktuell liegt er bei sieben bis acht Cent pro Liter.

Wie belastend die Situation vor allem für Hartz 4-Empfänger und Geringverdiener ist, kannst du hier lesen.