Stärkerer Zuzug aus Südosteuropa

Nürnberg..  Mit dem Fall der letzten Hürden für Jobsucher aus Südosteuropa ist die Zahl der Zuwanderer aus Bulgarien und Rumänien im Sommer weiter gestiegen. Zugleich sei auch die Zahl der Hartz-IV-Bezieher in dieser Gruppe gestiegen, berichten Nürnberger Arbeitsmarktforscher in einer aktuellen Analyse. Nach Angaben des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) stieg die Zahl der in Deutschland lebenden Bulgaren und Rumänen seit Jahresbeginn um 76 000 auf nun 490 200. Allein im Juli habe der Zuwachs bei 13 000 gelegen.

Inzwischen bezogen im Mai 20,9 Prozent aller in Deutschland lebenden Bulgaren und 9 Prozent aller Rumänen Hartz IV. Bei allen hier lebenden Ausländern liegt die sogenannte Hilfsquote bei 16,2 Prozent, bezogen auf alle Deutschen im Mai bei 7,5 Prozent. Insgesamt gab es in Deutschland im Mai 6,177 Millionen Hartz-IV-Bezieher. Gesunken ist hingegen die Arbeitslosigkeit bei Bulgaren und Rumänen: Die Quote lag bei 9,1 Prozent – 2,3 Prozentpunkte weniger als im Januar.

 
 

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