Städte schlossen 371 Schwimmbäder

Bad Nenndorf.  Durch Sparmaßnahmen sind nach DLRG-Angaben seit 2007 in Deutschland 371 Bäder geschlossen worden. 670 weitere seien vom Aus bedroht, teilte die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft am Montag mit. Dagegen seien in dieser Zeit nur 21 Schwimmstätten gebaut und 90 saniert worden. Die durch klamme kommunale Kassen diktierte Politik habe verheerende Auswirkungen. Die Zahl der Kinder, die am Ende ihrer Grundschulzeit schwimmen könnten, gehe stetig zurück, klagt der DLRG. 50 Prozent seien keine sicheren Schwimmer mehr, 25 Prozent der Grundschulen hätten keinen Zugang mehr zu einer Schwimmhalle.

Die weitaus meisten Bäderschließungen gab es in diesem Zeitraum mit 102 in Nordrhein-Westfalen. Dagegen wurden lediglich 48 Bäder in Bayern dicht gemacht, 46 in Hessen, 45 in Baden-Württemberg, 40 in Niedersachsen und 31 in Rheinland-Pfalz. Von der Schließung bedroht sind weiter 164 Bäder in NRW, 104 in Niedersachsen, 74 in Bayern, 70 in Baden-Württemberg. In den neuen Bundesländern wurden 27 Badeanstalten seit 2007 dauerhaft geschlossen, weitere 81 Bäder sind bedroht.

 
 

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