SPD will Bürger entscheiden lassen, wer Parteivorsitzender wird - für fünf Euro

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Wer wird neuer Parteivorsitzender der SPD? Auch Wochen nach dem Rücktritt von Andrea Nahles ist immer noch völlig unklar, wer neuer Vorsitzender der Sozialdemokraten wird. Prominente Politiker wie Vizekanzler Olaf Scholz oder Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig haben bereits ihren Verzicht erklärt.

Doch nicht nur wer kandidiert, ist völlig unklar. Auch wie die Wahl abläuft, ist offen. Denn einige SPD-Parteimitglieder brachten etwa eine Urwahl unter allen Mitgliedern der Partei ins Gespräch. Noch weiter geht nun Thomas Oppermann, ehemaliger Fraktionschef der SPD im Bundestag.

SPD will für Abstimmung Geld nehmen

Im Gespräch mit der WAZ erklärt Oppermann, er könne sich vorstellen, dass jeder Bundesbürger an der Abstimmung teilnehmen darf. Doch das soll nicht umsonst sein.

„Diese Entscheidungen auch für interessierte Bürger zu öffnen, die sich zum Beispiel für eine Kostenbeteiligung von fünf Euro für eine Wahl registrieren lassen, wäre ein mutiger Schritt“, so Oppermann gegenüber der WAZ.

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Oppermann glaubt an ein derartiges Verfahren: „Hier kommt es mehr darauf an, Leute auszuwählen, die nicht nur in der Partei, sondern auch bei der Bevölkerung ankommen.“

Neuer SPD-Chef: Ein Name wird häufig genannt

Wie genau diese Wahl genau ablaufen könnte, lässt Oppermann derweil offen. Die SPD wird seit dem Rücktritt von Andrea Nahles von einem Trio aus Thorsten Schäfer-Gümbel, Manuela Schwesig und Malu Dreyer geführt. Alle drei haben aber klargemacht, dass sie nicht dauerhaft für das Amt des Parteichefs zur Verfügung stehen.

Ein Name, der von Beobachtern immer wieder ins Gespräch gebracht wird, ist hingegen Kevin Kühnert. Der Juso-Chef erlebte in den vergangenen Jahren einen kometenhaften Aufstieg. Der 29-Jährige selbst hält sicher aber bedeckt und hat eine Kandidatur bisher weder ausgeschlossen noch bestätigt. (fel)

Mehr zu den Aussagen von Thomas Oppermann kannst du auf WAZ.de lesen

 
 

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