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SPD: Weniger Zustimmung als erwartet! Lars Klingbeil ist neuer SPD-Chef neben Saskia Esken!

SPD: Weniger Zustimmung als erwartet! Lars Klingbeil ist neuer SPD-Chef neben Saskia Esken!

Olaf Scholz: Die Karriere des neuen Bundeskanzlers

Mit Olaf Scholz als Spitzenkandidaten ist die SPD bei der Bundestagswahl stärkste Kraft geworden. Wir zeigen die bisherige Karriere des neunten Kanzlers.

Norbert Walter-Borjans hatte vor einigen Wochen angekündigt, nicht mehr anzutreten. Er bildete gemeinsam mit Saskia Esken die SPD-Doppelspitze.

Jetzt hat die Partei einen neuen Vorsitzenden gewählt.

SPD: Er ist neuer neuer SPD-Chef!

Rund 76 Prozent der Wähler votierten für Saskia Esken. Bei 606 Stimmen gab es keine ungültige Stimme.

Deutlich mehr Zustimmung bekam Lars Klingbeil. Von 606 Stimmen entfielen 523 auf Klingbeil, Damit bekam er 86,3 Prozent der Stimmen.

Ein hybrider Parteitag wählte die beiden am Samstag in Berlin zu den neuen Parteivorsitzenden. Die Entscheidung muss allerdings noch per Briefwahl bestätigt werden.

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Das ist die Familie von Olaf Scholz:

  • Ehefrau Britta Ernst: Die SPD-Politikerin ist Ministerin für Bildung, Jugend und Sport in Brandenburg
  • Die Ehe blieb kinderlos
  • Vater Gerhard Scholz und Mutter Christel Scholz
  • Brüder: Medizin-Professor Jens Scholz und Ingo Scholz (Bereichsleiter in IT-Unternehmen)

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Bei ihrer ersten Wahl zur SPD-Chefin vor zwei Jahren hatte Esken noch 75,9 Prozent erhalten. Norbert Walter-Borjans hatte damals als Co-Parteichef 89,2 Prozent erzielt.

Vor seiner Wahl sagte Klingbeil vor den rund 600 Delegierten: „Wir haben diese Land nach 16 Jahren entfesselt, und zwar von dem Muff der Konservativen.“ Er erinnerte an das zurückliegende und lange Umfragetief der SPD. „Wir wurden abgeschrieben, wir wurden bemitleidet“, sagte er. „Aber wir haben nie aufgegeben, nie, zu keinem Zeitpunkt.“ Der Sieg bei der Bundestagswahl sei eine große Chance, ein „sozialdemokratisches Jahrzehnt“ zu gestalten.

SPD: Neuer Generalsekretär soll Kevin Kühnert werden

Esken sagte: „Wir werden dieses Land verändern, wir werden es stärken, und wir werden es gerechter machen.“ Sie wolle helfen, dass die SPD „die linke Volkspartei“ sei, die das Land so dringend brauche. Die Sozialdemokratie müsse Thinktank für Zukunftsfragen werden. Zugleich zeigte sich Esken kämpferisch und zuversichtlich für die im kommenden Jahr anstehenden vier Landtagswahlen.

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Am Nachmittag wollte der Parteitag das weitere Führungsteam der SPD wählen. Als neuer Generalsekretär ist der ehemalige Juso-Chef und derzeitige SPD-Vize Kevin Kühnert (32) vorgeschlagen. Nach der Wahl von Olaf Scholz zum Bundeskanzler und dem Amtsantritt der Ministerinnen und Minister schließt somit die SPD auch als Partei ihre personelle Aufstellung für den Start in die gemeinsame Regierungszeit mit Grünen und FDP ab.

Der Wechsel in der Parteispitze wurde nötig, weil sich Walter-Borjans zurückzieht. Walter-Borjans und Esken waren 2019 nach aufwendiger Kandidatensuche an die SPD-Spitze gewählt worden, nachdem die damalige Parteichefin Andrea Nahles zurückgetreten war. Nun sagte Walter-Borjans: „Die SPD, liebe Genossinnen und Genossen, ist wieder da.“ (dpa)