SPD und Grüne gewinnen in Kommunen des Nordens hinzu - CDU stark

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) beim Blick auf die ersten Ergebnisse der Kommunalwahl.
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) beim Blick auf die ersten Ergebnisse der Kommunalwahl.
Foto: dpa
Die CDU bleibt bei den Kommunalwahlen in Schleswig-Holstein stärkste Kraft. Ein Jahr nach dem Machtverlust auf Landesebene steht sie damit besser da als damals. Die Regierungsparteien SPD und Grüne legen in den Kommunen zwar zu, bleiben aber hinter ihrem Landtagsergebnis.

Kiel.. Bei der Kommunalwahl in Schleswig-Holstein hat die CDU trotz leichten Verlusten ihre Position als stärkste Kraft behauptet. Die Regierungsparteien SPD und Grüne verbuchten am Sonntag zwar Stimmengewinne, blieben im Vergleich zur für sie siegreichen Landtagswahl von vor einem Jahr aber hinter dem damaligen Ergebnis zurück.

Nach einer Schätzung der Landeswahlleiterin kam die CDU auf 37,5 Prozent, 1,1 Prozentpunkte weniger als bei der Kommunalwahl 2008. Die SPD von Ministerpräsident Torsten Albig legte um 3,3 Punkte auf 29,9 Prozent zu. Noch etwas stärker verbesserten sich die Grünen, die auf 13,9 Prozent kamen (plus 3,6). Die FDP erlitt mit einem Minus von 4,0 Punkten erhebliche Einbußen und kam auf 5,0 Prozent.

Der Südschleswigsche Wählerverband als dritte Regierungspartei blieb mit 2,9 Prozent annähernd gleich stark (minus 0,1). Die erstmals bei einer Kommunalwahl antretenden Piraten erreichten 1,5 Prozent.

Mäßiges "Zwischenzeugnis" für SPD, Grüne und SSW

Für die Regierungsparteien SPD, Grüne und SSW ist das "Zwischenzeugnis" damit eher mäßig. Zusammen kamen sie auf 46,7 Prozent. Das sind 1,5 Prozentpunkte weniger als bei der Landtagswahl (48,2 Prozent). Die CDU hatte bei der Landtagswahl 30,8 Prozent erreicht und schnitt bei den Wahlen in den Kommunen nun deutlich besser ab.

Die noch nicht offiziell mitgeteilte Wahlbeteiligung dürfte auf ein historisches Tief gefallen sein - noch deutlich unter die 49,4 Prozent der Kommunalwahlen von 2008. Die Schätzung der Landeswahlleiterin stützt sich auf die Ergebnisse von 76 der 86 Wahlbezirke. (dpa)

 
 

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