SPD in der Krise: Partei stürzt in Umfrage auf historisches Tief

Andrea Nahles' SPD schlittert immer weiter in die Krise. (Achivbild)
Andrea Nahles' SPD schlittert immer weiter in die Krise. (Achivbild)
Foto: dpa

Berlin. Für die SPD geht es immer steiler bergab: Wie eine aktuelle Forsa-Umfrage jetzt ergeben hat, befindet sich die einstige Volkspartei mittlerweile auf einem historischen Tief. Das berichtet die „Berliner Zeitung“. Geht es nach der Bevölkerung in Berlin, würden die Sozialdemokraten auf Bundesebene nur noch magere zwölf Prozent der Stimmen erhalten, wären am Sonntag Wahlen.

In der letzten Januarwoche wurden im Auftrag des Blattes 1002 Einwohner der Hauptstadt befragt. Das Ergebnis ist das schlechteste seit dem Ende des Zweiten Weltrkieges. Im Vergleich zum Vormonat Dezember gibt es für die SPD einen Prozentpunkt weniger .

SPD sinkt, CDU wieder auf dem Vormarsch

Die FDP fiel von acht auf sieben Prozent. Stärker verloren als die FDP und SDP hat nur die AfD (minus 2 Prozentpunkte), die damit ebenfalls nur noch zwölf Prozent der Stimmen erhalten würde.

Hinzugewonnen haben die CDU (23 Prozent/ 21 Prozent im Vormonat) und die Linke (17 Prozent gegenüber 16 Prozent im Vormonat). Die Grünen bleiben wie im Dezember bei 23 Prozent. Alle sonstigen Parteien holten insgesamt sechs Prozent - einen Prozentpunkt mehr als im Vormonat.

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SPD: Debatten innerhalb der Partei spiegeln Ergebnis wider

Das Ergebnis der repräsentativen Umfrage spiegelt die derzeitigen Debatten in der SPD wider. Innerhalb der Partei gibt es Streitigkeiten, die Altkanzler Gerhard Schröder angestoßen hatte. In einem Interview mit dem „Spiegel“ kritisierte er die Kompetenz der SPD-Vorsitzenden Andrea Nahles in Wirtschaftsfragen und forderte eine Rückkehr von Sigmar Gabriel an die Parteispitze.

Dann nahm SPD-Vize Ralf Stegner die Vorsitzende Andrea Nahles in Schutz und schoss dabei gegen Schröder, bevor Gabriel ein vergiftetes Lob in Richtung Nahles schoß und ihr damit eine verbale Ohrfeige versetzte. (cs)

 
 

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