SPD: Kevin Kühnert tritt nicht zur Wahl an

SPD: Kevin Kühnert wird nicht zur Wahl antreten.
SPD: Kevin Kühnert wird nicht zur Wahl antreten.
Foto: dpa

Monatelang war er der Heilsbringer in spe: Immer wieder ist seit dem Rücktritt von Andrea Nahles die Rede von Juso-Chef Kevin Kühnert.

Viele SPDler forderten ihn als Parteichef, eine mögliche Doppelspitze in verschiedenen Variationen, in denen als Konstante immer wieder Kevin Kühnert vorkam, wurde immer wieder diskutiert.

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Jetzt ist klar: Kevin Kühnert macht es nicht. Er wird auf eine Kandidatur für den Parteivorsitz der SPD verzichten. Das sagte er dem „Spiegel“.

Kevin Kühnert: „Keine Partei, in der man eine Revolution veranstalten kann“

In einem Interview mit dem Magazin nennt er auch den Grund für seine Entscheidung - und der hat es in sich. „Die SPD ist in ihrer DNA keine Partei, in der man eine Revolution veranstalten kann“, so Kühnert in dem Gespräch.

Bei der Wahl hätte Kevin Kühnert gegen Olaf Scholz antreten müssen - viele sähen Scholz und ihn als Antipoden, so Kühnert.

Kevin Kühnert: SPD-Mitglieder „nicht auf die Bäume treiben“

„Ich will, dass wir mit der Suche nach einer neuen Parteiführung in wesentlichen Fragen eine inhaltliche Klärung hinkriegen, indem wir Mitglieder überzeugen und nicht etwa auf die Bäume treiben.“

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Lange hatte Kevin Kühnert die Frage umschifft, immer nur vage Antworten gegeben. Jetzt sagte er: „Ich habe relativ früh ein klares Bauchgefühl gehabt, dass die Entscheidung so fallen würde, wie sie jetzt gefallen ist.“ Er habe warten wollen, wie sich das Bewerberfeld entwickle und ob es am Ende eine Notwendigkeit für eine Kandidatur gegeben hätte. Die sieht Kevin Kühnert nun offenbar nicht.

 
 

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