SPD-Politiker Lauterbach fordert mehr Geld für Organspenden

Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach findet, dass der Aufwand der Organspende unterschätzt wird.
Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach findet, dass der Aufwand der Organspende unterschätzt wird.
Foto: imago/Future Image
Krankenhäuser sollen nach Ansicht von Karl Lauterbach mehr Geld für Organspenden erhalten. Man dürfe nicht am falschen Ende sparen.

Berlin..  Der Vizevorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Karl Lauterbach unterstützt die Forderung von Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery, den Krankenhäusern mehr Geld für Organspenden zur Verfügung zu stellen. „Aufwand und Kosten der Organspende werden unterschätzt“, sagte Lauterbach unserer Redaktion. Man dürfe nicht am falschen Ende sparen.

„Gelungene Transplantation spart sehr viel Geld und erspart langes Leid.“ Die hierfür benötigte Summe sei „auf jeden Fall nicht ausgabenwirksam wegen der Spareffekte der Transplantationen“, sagte der Gesundheitspolitiker. Daher sei „die Ausgabe wahrscheinlich gratis“.

Ärztepräsident: Fehlendes Geld wichtiger als Vertrauenverlust

Montgomery hatte kritisiert, wichtiger als der Vertrauensverlust der potenziellen Spender in das System der Organspende sei, dass den Krankenhäusern Geld fehle. So seien die Transplantationsbeauftragten an den Kliniken nicht ausreichend finanziert, auch die so genannten Vorhaltekosten für die Organentnahme würden nicht ausgeglichen.

Nach Angaben des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) erhalten die Krankenhäuser pro Jahr 18 Millionen Euro allein für die Transplantationsbeauftragten.

Kassen bestreiten finanzielle Gründe

Die Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) weisen auch zurück, zu wenig Geld für die Transplantationsmedizin zur Verfügung zu stellen. „Die Transplantationsmedizin befindet sich in einer Vertrauens-, und nicht etwa in einer Finanzierungskrise“, sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Johann-Magnus von Stackelberg. (kam/dpa)

 
 

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