SPD-Paukenschlag: Dieser Politiker geht jetzt einen drastischen Schritt

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Die ersten Regionalkonferenzen sind schon gelaufen, die finale Entscheidung ist in greifbare Nähe gerückt - die Enscheidung darüber, wer künftig die Geschicke der SPD lenkt. Seit dem Rücktritt von Andrea Nahles im Juni ist der Posten des SPD-Parteivorsitzenden vakant.

15 Kandidaten hatten sich zur Wahl gestellt - einer von ihnen zieht seine Kandidatur nun völlig überraschend wieder zurück.

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SPD-Wahl: Kandidat steigt plötzlich aus

Er war der einzige Einzelkandidat: Der SPD-Bundestagsabgeordnete Karl-Heinz Brunner. „Mit diesem Schritt möchte ich eine deutlichere Zuspitzung im Kandidierendenfeld und damit eine klarere Wahlentscheidung ermöglichen“, heißt es in einer Erklärung des 66-Jährigen SPD-Abgeordneten.

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SPD-Wahl

  • Das sind die Kandidaten bei der Wahl der neuen SPD-Spitze:
  • Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans
  • Klara Geywitz und Olaf Scholz
  • Dierk Hirschel und Hilde Mattheis
  • Petra Köpping und Boris Pistorius
  • Gesine Schwan und Ralf Stegner
  • Karl Lauterbach und Nina Scheer
  • Christina Kampmann und Michael Roth

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Er habe kandidiert, um bei den Parteimitgliedern zur Versöhnung der Parteiflügel beizutragen. „Es ist traurig, wenn in einigen Kreisen "Juso" ein Schimpfwort ist, so wie in anderen Kreisen "Seeheimer"“, beklagte Brunner mit Blick auf den SPD-Nachwuchs und den konservativen Parteiflügel.

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SPD: „Parteispitze mit klarer und breiter Unterstützung nötig“

„Unsere politischen Gegner sind andere Parteien, nicht die eigenen Leute“, betonte der Abgeordnete. Die SPD sei nur dann erfolgreich, wenn sie gemeinsam streite und nicht gegeneinander. „In den letzten Tagen ist mir immer deutlicher bewusst geworden, dass für eine solche Einigung auch eine Parteispitze mit klarer und breiter Unterstützung erforderlich ist. Ein großes Kandidierendenfeld erschwert eindeutige Wahlergebnisse. Daher mache ich den Weg frei.“

Mit dem Ausstieg von Brunner verbleiben sieben Duos aus jeweils einer Frau und einem Mann im Rennen um die Nachfolge der zurückgetretenen SPD-Parteivorsitzenden Andrea Nahles.

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Juso-Chef Kevin Kühnert verzichtet

In der Diskussion um die Nachfolge war immer wieder auch der Name Kevin Kühnert gefallen: Nicht wenige hätten sich gewünscht, dass der Juso-Chef sich ebenfalls zur Wahl stellt.

Kühnert hatte nach Monaten des Schweigens schließlich erklärt, auf eine Kandidatur zu verzichten.

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Die Kandidaten stellen sich nun auf 23 Regionalkonferenzen vor. Die neue SPD-Spitze wird bei einer Mitgliederbefragung im Oktober bestimmt. Das Ergebnis soll am 26. Oktober feststehen. (pen, dpa)

 
 

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