SPD-Mann sorgt mit Aussage über „Fremde und Juden“ für Empörung

SPD-Politiker Karl Lauterbach.
SPD-Politiker Karl Lauterbach.
Foto: imago

SPD-Politiker Karl Lauterbach hat mit einer Aussage über Juden für Irritation und Empörung gesorgt.

Via Twitter hatte Lauterbach auf den Eklat um AfD-Mann Stephan Brandner reagiert. Brandner war als Vorsitzender des Rechtsausschusse abgewählt worden, unter anderem weil er mit teils fremdenfeindlichen Aussagen regelmäßig für Skandale gesorgt hatte.

SPD-Politiker Karl Lauterbach sorgt mit Formulierung für Kritik

Karl Lauterbach schrieb dazu: „Brandner wurde abgewählt mit allen Stimmen gegen die AfD. Die Demokratie hat sich gewehrt. Den Rechtsausschuß kann kein Fremdenfeind und Judenhasser leiten.“ Und dann folgt ein Satz, für den es viel Kritik gab: „Auch Fremde und Juden haben die gleichen Rechte wie wir.“

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Das Ausschließende an diesem unglücklich formulierten Satz ist Karl Lauterbach offenbar nicht aufgefallen: Juden - und „wir“? So als wären Juden nicht Teil von „wir“.

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„In der “Mitte der Gesellschaft” wird auch unglaublicher Mist geredet“

Bei Twitter merkten viele Nutzer das kritisch an:

  • „Wir“ schließt natürlich auch unsere jüdischen !Mitbürger mit ein! Schlimm, das man das betonen muss
  • Das ist genau das Problem: in der “Mitte der Gesellschaft” wird auch unglaublicher Mist geredet. Wahnsinn!
  • Auch mit “Fremden” ist er auf den rassistischen und antisemitischen Frame der Rechten reingefallen

Andere nehmen Lauterbach in Schutz:

  • Man kann sich auch wirklich über jede Formulierung aufregen! Jeder weiß was er damit meint und sagen will!
  • Gut, er hat ein Fehler gemacht und offenbar ist ihm das auch aufgefallen. Das passiert Menschen, in sozialen Medien wird das halt gleich unter die Lupe gelegt.

Karl Lauterbach selbst hat den Tweet inzwischen gelöscht. (pen)

 
 

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