SPD: Kandidatin bringt sich ins Spiel - und schlägt ungewöhnliche Doppelspitze vor

Die SPD hat noch keinen neuen Vorsitz.
Die SPD hat noch keinen neuen Vorsitz.
Foto: dpa

Sagen wir es so: Auf diese potentielle SPD-Doppelspitze war bislang noch keiner gekommen. Doch Gesine Schwan hat die überraschende Möglichkeit ins Spiel gebracht, zusammen mit Juso-Chef Kevin Kühnert die SPD anzuführen.

Sie sei grundsätzlich zu einer Kandidatur bereit, sagte Gesine Schwan gegenüber dem Deutschlandfunk. Allerdings werde sie noch nicht von sich aus kandidieren, sondern nur "wenn die Bitte an mich herangetragen würde und wenn die auch eine erhebliche Unterstützung hätte."

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SPD: „Peinlich und bedrückend“

Sie finde es "peinlich und bedrückend", dass die SPD gegebenenfalls wochenlang ohne Führung dastehe. "Die Situation ist ja wirklich gravierend." Es sei ein großes Risiko, die Partei zu führen, in einer Position, in der es gegenwärtig einfach immer weiter abwärts gehe. Das könne die Karriere unterbrechen oder abbrechen.

Eine Doppelspitze zusammen mit Kevin Kühnert könne sie sich vorstellen. Sie habe ihn fair und nachdenklich argumentativ erlebt, sagte sie. „Das ist eine sehr wichtige Voraussetzung, wenn man kooperieren wollte.“

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Kevin Kühnert: Interesse an Doppelspitze?

Allerdings könne sie sich kaum vorstellen, dass Kevin Kühnert Interesse hat, Teil einer Doppelspitze der Sozialdemokraten zu sein. „Der hat noch viel vor sich“, sagte die ehemalige Kandidatin für das Amt der Bundespräsidentin. Kevin Kühnert wird am 1. Juli 30 Jahre alt. Gesine Schwan ist 76 Jahre alt.

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In den politischen Positionen von Kevin Kühnert und Gesine Schwan finden sich zumindest auf den ersten Blick nicht viele Schnittmengen: Schwan gilt eher als konservative Sozialdemokratin - Kevin Kühnert hingegen hatte in diesem Jahr mit mehr oder weniger progressiven Sozialismus-Theorien für Schlagzeilen gesorgt. (pen/dpa)

 
 

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