SPD denkt, DIESE Werbung wäre schlau – Eltern rasten wegen eines Details aus

Die SPD in München hat genau das Gegenteil von dem erreicht, auf was sie eigentlich abgezielt hatte. (Symbolfoto)
Die SPD in München hat genau das Gegenteil von dem erreicht, auf was sie eigentlich abgezielt hatte. (Symbolfoto)
Foto: imago images / IPON

Die SPD in München ist am Mittwoch mit der Auswahl ihrer Werbung offenbar am Ziel vorbeigeschossen. Doch statt die Eltern anzusprechen und für sich zu gewinnen, zog die Partei nur ihre Wut und Aufregung auf sich.

Mit Sprühkreide wurde über Nacht vor mehreren Kindertagesstätten „Gebührenfreier Kiga! Ihre Münchner SPD“ auf den Boden gesprüht.

SPD verbucht Gebührenfreiheit als eigenen Erfolg

Wie bei der „Abendzeitung München“ zu lesen ist, lagen außerdem mehrere Flyer mit dem Spruch „Lässt du das wohl liegen“ sowie einem Text zur Kinderbetreuungspolitik in München in der Nähe der Graffiti aus.

Offensichtlich wollte die Partei sich den Erfolg der gebührenfreien Kitas selbst auf die Kappe schreiben – doch erntete sie dafür nur Wut und Ärger der Eltern.

„Städtische Kitas sind kein Ort für politische Agitation“

Der Gemeinsame Elternbeirat der städtischen Kindergärten hat sich in einer Stellungnahme an die SPD gewandt. Die Begründung der Eltern: „Städtische Kitas sind kein Ort für politische Agitation.“

Und weiter stellen sie fest: Die Anträge auf gebührenfreie Kitas kam von Stadtratsmitgliedern unterschiedlicher Fraktionen. Der Beschluss wurde demnach einstimmig getroffen.

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Graffiti sind ein falsches Signal an Kinder

Die Eltern kritisieren außerdem die Art der Parteiwerbung. Denn auch wenn es sich bloß um Sprühkreide handelt, haben Graffiti keine Vorbildwirkung für die Kinder.

Das Portal stellte eine Anfrage bei Roland Fischer zu der Aktion. Er ist der stellvertretende Chef der SPD in München. Demnach wurden die Sprüh-Graffiti vor „bis zu 50 Kitas“ angebracht.

Flyer sollen nicht von der SPD stammen

Er verweist aber auch darauf, dass die SPDler die Graffiti nur „auf öffentlichen Gehwegen in der Nähe der Kitas“ angebracht hätten. Auch Franziska Messerschmidt, Chefin der SPD Pasing machte bei der Aktion mit und postete Bilder davon in den sozialen Netzwerken.

Mit den Flyern hat die SPD Fischer zufolge aber nichts zu tun. Außerdem sagt er der „Abendzeitung“, dass der Graffiti-Slogan sich an die Passanten und Eltern richten würde und „nicht an die Kinder selbst“. (db)

 
 

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