SPD: Kandidatur mit tragischem Hintergrund – ER will für die Partei in den Bundestag

Ein Kandidat mit besonderer Familiengeschichte will für die SPD in den Bundestag einziehen.
Ein Kandidat mit besonderer Familiengeschichte will für die SPD in den Bundestag einziehen.
Foto: imago images

Für die SPD will ein Kandidat mit besonderer Tragweite in den Bundestag einziehen.

Es handelt sich um Abdullah Unvar (33). Vermutlich kommt dir dieser Name des SPD-Politikers nicht bekannt vor – sicher erinnerst du dich allerdings noch an das traurige Ereignis, das den 33-Jährigen nun zur Kandidatur motivierte.

SPD-Kandidat mit besonderer Vorgeschichte will in den Bundestag einziehen

Unvar ist in Hanau aufgewachsen und zur Schule gegangen. Mit seiner Familie lebt er in dem Stadtteil Kesselstadt.

Ihn verbindet allerdings noch weit mehr mit dem Ort: Bei dem Attentat in Hanau Anfang 2020 starb sein Cousin.

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Anschlag von Hanau – das ist geschehen:

  • Bei den Anschlägen in Hanau wurden im Februar 2020 zehn Menschen ermordet
  • der Täter erschoss neun Personen in und zwei vor Shishabars und auf der Fahrt zwischen den Orten
  • in der elterlichen Wohnung tötete er seine Mutter und sich selbst
  • weil es Indizien für ein rassistischen Hintergrund der Tat gab, ermittelte der Generalbundesanwalt

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Dazu Unvar in seinem Wahlflyer: „Der rassistisch motivierte Anschlag von Hanau hat mich persönlich betroffen und das Leben meiner Familie innerhalb weniger Minuten auf den Kopf gestellt und verändert.“

Eine prägende Erfahrung für den Politiker, der sich nun verpflichtet fühlt, sich für ein friedliches Zusammenleben einzusetzen. Seine Devise: „Zeichen setzen, wenn nicht jetzt, wann dann?“, schreibt er bei Twitter.

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SPD-Kandidat für Bundestag: Das will Unvar erreichen

„Ich habe aus den Ereignissen in Hanau den Schluss gezogen, Verantwortung zu übernehmen. Zeichen setzen. Gegen Rassismus. Für eine neue Sozialpoliitk“. Umsetzen will er die im Bundestag für den Wahlkreis 180, dem westlichen Teil des Main-Kinzig-Kreises.

Bei Twitter reagieren die Menschen emotional auf die Bewerbung um die Kandidatur. „Ich habe Tränen in den Augen“, schreibt ein Nutzer. „Hanau ist überall.“ Eine Frau schreibt: „Das ist ein großes Zeichen für unsere Demokratie.“

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Unvar muss sich gegen zwei weitere SPD-Kandidaten durchsetzen

Auch kritische Stimmen melden sich bei dem Kurznachrichten dienst zu Wort. „Ist das seine einzige Qualifikation? 'Cousin Opfer von Psychopath'?“, wundert sich ein Twitter-Nutzer.

Ob Unvar sich tatsächlich als Kandidat aufstellen lassen kann, soll sich Ende des Monats entscheiden. Zwei weitere Kandidaten aus dem Kreis haben ihr Interesse an der Position für den Wahlkreis 180 ebenfalls bekundet. (vh)

 
 

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