SPD: Als Olaf Scholz in Live-Sendung diese Geste macht, fangen alle an zu lachen

Olaf Scholz (links) und Klara Geywitz stehen neben ihren Mitbewerbern Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans. Beide Paare wollen an die Spitze der SPD gewählt werden.
Olaf Scholz (links) und Klara Geywitz stehen neben ihren Mitbewerbern Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans. Beide Paare wollen an die Spitze der SPD gewählt werden.
Foto: dpa

Die SPD soll wohl endlich eine neue Führungsspitze bekommen. Die Kandidatenduos Saskia Esken / Norbert Walter-Borjans und Klara Geywitz / Olaf Scholz sind zur Stichwahl angetreten.

Ein SPD-TV-Duell am Montag bei Phoenix lieferte ein letztes Stimmungsbild – und eine überraschende Szene.

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SPD: Wer macht sie wieder zur Volkspartei?

Die vier Kandidaten, die paarweise gegeneinander antreten, erklärten noch einmal, wie sie die arg gebeutelte SPD wieder zur großen Volkspartei machen wollen.

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Die SPD befindet sich spätestens seit den katastrophalen Ergebnissen bei der Europawahl in einem permanenten Sinkflug. Auch bei den drei Landtagswahlen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen schnitten die Sozialdemokraten zuletzt schlecht ab. In Umfragen zur Bundestagswahl liegt die SPD derzeit bei schwachen 15 Prozent.

TV-Duell zur SPD-Wahl

Beim TV-Duell wurden alle Kandidaten auch zu Einzelgesprächen gebeten. Als Olaf Scholz Platz sich setzte, nahm das Gespräch eine bemerkenswerte Wendung. Moderator Gordon Repinski sprach Scholz auf dessen Ruf als wenig emotionaler Pragmatiker an.

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„Da stellt sich manch Kritiker die Frage, ob Sie dann der Richtige sind an der SPD-Spitze sind. Jetzt erlebe ich Sie hier sehr, sehr emotional. Ist das etwas, was Sie sich vorgenommen haben? Wo Sie sagen: 'Okay, ich muss jetzt auch mal versuchen, die Herzen zu erreichen?'“, fragte Repinski.

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SPD: Olaf Scholz blickt Moderator tief in die Augen

Olaf Scholz beugte sich nach vorn, fasste den Moderator am Handgelenk an, blickte ihm tief in die Augen und sagte: „Ich bin so.“ Das sorgte für Gelächter.

Nach wie vor ist schwer vorherzusagen, wie sich die SPD-Mitglieder am Ende entscheiden werden. Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken gelten eher als Vertreter des linken Parteiflügels, sie werden von den Jusos unterstützt. Olaf Scholz und Klara Geywitz hingegen werden eher als Realos wahrgenommen.

Olaf Scholz (SPD) nutzt Facebook, um für sich und Klara Geywitz zu werben:

Das Ergebnis der Wahl ist schicksalhaft und betrifft keineswegs nur die SPD: Denn die Wahl wird sich auch auf die Bundesregierung auswirken. Vizekanzler Olaf Scholz steht für den Fortbestand der Großen Koalition (Groko). Eine Wahl von Walter-Borjans und Esken hingegen könnte den Zusammenhalt in der Regierungskoalition deutlich schwächen – manche gehen dann sogar von einem mittelfristigen Ende der Groko aus.

Die Stichwahl, an der alle SPD-Mitglieder teilnehmen können, läuft bis zum 30. November. (pen)

 
 

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