Sonderermittler Mueller erweitert Klage gegen Manafort

Paul Manafort verlässt im Dezember 2017 nach einer Anhörung das Bezirksgerichtsgebäude in Washington.
Paul Manafort verlässt im Dezember 2017 nach einer Anhörung das Bezirksgerichtsgebäude in Washington.
Foto: JOSHUA ROBERTS / REUTERS
Steuerhinterziehung und Geldwäsche lauten neue Vorwürfe gegen Trumps Ex-Wahlkämpfer Manafort. Robert Mueller legt neue Anklagen vor.

US-Sonderermittler Robert Mueller hat gegen Donald Trumps früheren Wahlkampfleiter und Berater Paul Manafort sowie dessen Geschäftspartner Rick Gates zusätzliche Anklagen vorgelegt. Die am Donnerstag (Ortszeit) in Washington veröffentlichte Anklageschrift umfasst 32 Punkte. Sie war erwartet worden. Manafort und Gates wird unter anderem Steuerhinterziehung vorgeworfen, außerdem Geldwäsche in Höhe von 30 Millionen US-Dollar.

Washington. Manafort leitete von Juni bis August 2016 Trumps Wahlkampf. Die Klagepunkte gegen ihn haben aber nicht direkt mit Trumps Wahlkampf zu tun. Manafort wurde bereits im Oktober 2017 angeklagt, vor allem wegen krimineller Verschwörung gegen die USA, Falschaussage und Geldwäsche. Das soll mit seiner politischen Lobbytätigkeit in Osteuropa zu tun haben, unter anderem für die ukrainische Regierung.

Manafort wies im Oktober alle Vorwürfe zurück

Die Anklagen gegen die früheren Trump-Getreuen haben sich aus Muellers Ermittlungen ergeben, die der FBI-Sonderermittler wegen einer russischen Beeinflussung der US-Präsidentschaftswahl 2016 führt.

Manafort hatte sich im Oktober nicht schuldig bekannt. Sein Anwalt hatte von „lächerlichen“ Vorwürfen gesprochen. (dpa)

 
 

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