Söder stichelt gegen Jusos: „Einmal Zwerg, immer Zwerg“

Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU) hat verbal den politischen Aschermittwoch eingeläutet.
Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU) hat verbal den politischen Aschermittwoch eingeläutet.
Foto: Matthias Balk / dpa
CSU-Mann Markus Söder fordert von der SPD ein klares Bekenntnis zur GroKo. Die eigene Partei sieht er „Lichtjahre“ vor den anderen.

Berlin.  Markus Söder, designierter Ministerpräsident in Bayern, hat die Haltung der SPD zu einer neuen großen Koalition kritisiert. Die Sozialdemokraten hätten in den vergangenen Wochen „viele strategische Fehler gemacht“, sagte der CSU-Politiker am Mittwochmorgen im ZDF-„Morgenmagazin“.

Die SPD sei sich immer noch „nicht schlüssig, ob sie Verantwortung übernehmen will“. Söder: „Die SPD muss sich nun entscheiden, hopp oder top. Es kann nicht das deutsche Wesen nur an der SPD genesen.“

Söder: Keine Berliner Verhältnisse in Bayern

Auf die Frage des Moderators, ob Juso-Chef Kevin Kühnert nicht Recht habe mit seiner Forderung, die SPD müsse erst in der Opposition zum Zwerg werden, um dann wieder ein Riese zu werden, antwortete Söder süffisant, das glaube er nicht: „Einmal Zwerg, immer Zwerg.“

Söder, dessen Partei bei der Bundestagswahl am 24. September eine deftige Schlappe hatte hinnehmen müssen, nannte die CSU „die einzig stabile noch in Deutschland“. In den Umfragen liege man „Lichtjahre vor allen anderen Parteien“ im Land. Söder: „Wir wollen keine Berliner Verhältnisse in Bayern.“ (W.B.)

 
 

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