Skandalöse Zustände: G20-Polizisten liegen „wie Obdachlose in irgendeinem Vorraum“

Dominik Göttker
Thomas Mohr von der Gewerkschaft der Polizei postet dieses Foto bei Facebook.
Thomas Mohr von der Gewerkschaft der Polizei postet dieses Foto bei Facebook.
Foto: Facebook Screenshot
  • Polizisten schuften während des G20-Gipfels 48 Stunden am Stück
  • Schlafen müssen sie jedoch auf dem Boden
  • Gewerkschafter Mohr nennt das skandalös

Hamburg. Es ist ein unfassbares Bild. 48 Stunden am Stück sorgten die Polizisten in Hamburg dafür, dass die Lage nicht noch mehr eskalierte. Hielten ihren Kopf hin, mussten bei schwülen Temperaturen in ihrer Sicherheitskleidung schwitzen.

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Um wenigstens etwas Ruhe zu bekommen liegen auf dem Foto, das Thomas Mohr, der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei in Mannheim auf Facebook postete, fünf Polizisten auf dem Boden. Sie scheinen zu schlafen.

Kein Bett, keine Couch, keine Luftmatratze

Warum die Beamten kein Bett, keine Couch oder zumindest eine Luftmatratze zum Ruhen haben, ist unklar. Mohr schreibt dazu: „Es ist skandalös, dass man diesen Polizisten, nach einem schweren Einsatz, der für sie lebensbedrohend war, nicht einmal einen vernünftigen Platz zum Regenerieren zur Verfügung stellte. Wie Obdachlose liegen sie in irgendeinem Vorraum herum.“

65.000 Likes, 120.000 Shares

Mohr ist nicht der Einzige, der diese Verhältnisse als skandalös empfindet, über 65.000 Menschen haben den Post schon geliked, knapp 120.000 Mal wurde er geteilt.

Ein User schrieb dazu: „Hauptsache die Oberhäupter der Nationen vom G-20 Gipfel hatten ordentliche Residenzen. Wirklich unglaublich, wie man mit der Polizei umgeht. Da fehlen einem wirklich die Worte.“