Skandal-Video um FPÖ-Chef Strache schockt Österreich – eine Frage bleibt

FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache steht nach der Veröffentlichung eines Videos in Österreich schwer in der Kritik. (Archivbild)
FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache steht nach der Veröffentlichung eines Videos in Österreich schwer in der Kritik. (Archivbild)
Foto: dpa

Wien. Ein Skandalvideo mit FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache (49) in der Hauptrolle hatte eine schwere Regierungskrise in Österreich ausgelöst.

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat nach dpa-Informationen Konsequenzen und eine weitere Zusammenarbeit mit dem Vizekanzler ausgeschlossen. Mittlerweile ist Heinz-Christian Strache selbst von einem Amt zurückgetreten. Jetzt stellt sich nur noch eine Frage.

FPÖ-Chef Strache vor Entlassung in Österreich – wegen dieses Videos

Hintergrund der politischen Krise in Österreich: Dem „Spiegel“ und der „Süddeutschen Zeitung“ ist ein Video von Juli 2017 zugespielt worden. Es zeigt, wie FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache bereit zu sein schien, einer angeblichen Oligarchin aus Russland unmoralische Angebote zu machen.

Der Deal wenige Monate vor den Parlamentswahlen: Unterstützt du mich, bekommt du im Fall einer Regierungsbeteiligung der FPÖ viele öffentliche Aufträge. Doch damit nicht genug.

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Strache macht weiteren Vorschlag

Wie aus dem Video hervorgeht, machte der FPÖ-Chef noch einen weiteren unfassbaren Vorschlag. Die angeblich schwerreiche Frau sollte die „Kronen Zeitung“ kaufen.

Der Plan: Nach dem Kauf könnte die Frau als Verlegerin der auflagenstärksten Zeitung aus Österreich die rechtspopulistische FPÖ publizistisch massiv unterstützen. „Dann machen wir nicht 27, dann machen wir 34“, sagt Strache im Video mit Blick auf das anstehende Wahlergebnis.

Regierung in Österreich in Gefahr

Das Video wurde wenige Monate vor der Nationalratswahl 2017 aufgenommen. Zu dem Zeitpunkt hatte die regierende ÖVP unter Sebastian Kurz gerade die Koalition mit der SPÖ beendet. Bei der anschließenden Wahl erreichte die FPÖ 26 Prozent. Seit Dezember 2017 bilden die ÖVP und FPÖ die Regierungs-Koalition in Österreich.

Was nun geschieht, ist völlig unklar. Wird das Bündnis aufgelöst oder kann sich Kanzler Kurz eine weitere Zusammenarbeit mit der FPÖ vorstellen?

Kanzler schließt Zusammenarbeit mit Strache aus

Die Frage bleibt, ob es Neuwahlen in Österreich geben wird, oder ob Sebastian Kurz einen Nachfolger Straches akzeptieren würde.

Als möglicher Nachfolger gilt der ehemalige FPÖ-Bundespräsidentschafts-Kandidat Norbert Hofer. Er ist im Kabinett aktuell Verkehrsminister. (ak mit dpa)

 
 

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