Seine Arroganz kostete Elbers das Amt als Düsseldorfer OB

An seiner Arroganz gescheitert: Düsseldorfs bisheriger Oberbürgermeister Dirk Elbers (CDU).
An seiner Arroganz gescheitert: Düsseldorfs bisheriger Oberbürgermeister Dirk Elbers (CDU).
Foto: dpa
Der Erfolg des Düsseldorfer SPD-Kandidaten Geisel bei der kommunalen Stichwahl ist ein Sieg für NRW-Regierungschefin Kraft. Die zehn größten Städte in NRW werden jetzt, nachdem es in Dortmund auch Ullrich Sierau schaffte, von den Sozialdemokraten regiert, Landeshauptstadt inklusive.

Der Erfolg des Düsseldorfer ­SPD-Kandidaten Geisel bei der kommunalen Stichwahl ist ein Sieg für NRW-Regierungschefin Kraft. Die zehn größten Städte in NRW werden jetzt, nachdem es in Dortmund auch Sierau schaffte, von den Sozial­demokraten regiert, Landeshauptstadt inklusive.

Düsseldorf.. Eine Niederlage für CDU-Landeschef Laschet ist der SPD-Erfolg ­dennoch nicht. Kraft hat Geisel geholfen, wo sie nur konnte, Amtsinhaber Elbers hat jede Hilfe Laschets abgelehnt. Er wähnte sich stark genug.

Wie das Klischee von Düsseldorf – einfältig, aber wichtigtuerisch

Diese Arroganz, die vor allem bürgerlich orientierte Düsseldorfer schmerzlich empfanden, weil sie nicht durch kreative Leistung oder bestechende Intellektualität gegenfinanziert war, kostete ihn nun das Amt. Elbers wirkte bei öffentlichen Auftritten meist wie das Klischee von Düsseldorf – einfältig, aber wichtigtuerisch. Die Schuhe seines CDU-Vorgängers Erwin waren einfach zu groß.

Geisels Sieg zeigt: Kopf schlägt Programm. Der SPD-Mann kündigte, ausgerechnet im wohlhabenden Düsseldorf, ohne Not das Ende der Schuldenfreiheit an – und wurde ­gewählt. Der Preis dafür ist die ­Pflege eines Negativ-Images: Geld ist der SPD nur zweitwichtig.

 
 

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