Sahra Wagenknecht ungewöhnlich offen über ein intimes Detail: „Diese Sache bereut jede Frau“

Sahra Wagenknecht steht nicht mehr an der Fraktionsspitze der Linken im Bundestag.
Sahra Wagenknecht steht nicht mehr an der Fraktionsspitze der Linken im Bundestag.
Foto: dpa

Es war ein bedeutender Tag für Sahra Wagenknecht. Am Dienstag schied sie als Fraktionsvorsitzende der Linken aus dem Amt.

Das hatte sich schon länger angekündigt, es gab harte parteiinterne Querelen. Und Anfang des Jahres kam dann die Diagnose Burn-out. Danach war klar, dass Sahra Wagenknecht nicht mehr an der Spitze der Linksfraktion im Bundestag stehen würde.

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Sahra Wagenknecht: „Das war ein gehetztes Leben“

Die Linke verliert damit auch eine Charismatikerin: Sahra Wagenknecht, die dem weit links stehenden Flügel der Partei angehört, ist medienaffin, sie war der Star der Partei. Am Tag des Abschieds zeigte sich Wagenknecht regelrecht erleichtert. In einem Gespräch mit RTL sagte die Linken-Politikerin: „Das war ja wirklich ein gehetztes Leben, das ich hatte.“

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Sahra Wagenknecht:

  • 1969 in Jena geboren
  • Ab 1991 im Parteivorstand der PDS
  • Seit 2007 Mitglied im Parteivorstand von Die Linke
  • Im März 2019 kündigte Wagenknecht an, nicht mehr für die Fraktionsspitze zu kandidieren
  • Sahra Wagenknecht gehört zum linken Flügel ihrer Partei

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In dem Interview gewährte Wagenknecht sehr offen Einblicke in ihr Privatleben und machte deutlich, wie belastend das Leben als Spitzenpolitikerin sein kann. „Man ist dauernd weg, die Zeit kommt nie zurück“, so Wageknecht, deren Arbeitsort in Berlin, ihr privaten Lebensmittelpunkt aber im Saarland liegt.

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Sahra Wagenknecht: „Es hat einfach nicht gepasst“

Dort lebt sie mit ihrem Ehemann Oscar Lafontaine. Kinder hat Sahra Wagenknecht nicht. „Es hat einfach nicht gepasst. Es gab immer Dinge, die dagegen sprachen, die Lebenssituation, die Partnerschaft, das Europaparlament, wo ich ja auch fünf Jahre war. Das war ja so die Zeit, wo andere eben doch auch Kinder bekommen“, sagt sie im Interview mit RTL.

„Ich glaub, es gibt keine Frau, die das nicht auch bereut. Das ist ein bisschen dramatisiert worden in der Berichterstattung, aber natürlich ist es schöner, wenn man Kinder hat.“

Nachfolgerin wird Amira Mohamed Ali

Sahra Wagenknechts Nachfolgerin an der Spitze der Fraktion wird Amira Mohamed Ali. Sie wird die Fraktion künftig gemeinsam mit Dietmar Bartsch führen.

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Amira Mohamed Ali ist seit 2017 im Bundestag. Sie wird eher dem linken Flügel der Partei zugerechnet. (pen)

 
 

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