Sachsen-Wahl bedeutet Untergang für Politstar

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Die Sachsen-Wahl bedeutet wohl auch das Karriere-Ende für einen einstigen Politstar. Es ist gerade einmal zwei Jahre her, da stand sie auf dem Höhepunkt ihrer Macht - als Chefin der größten Oppositionspartei im Bundestag. Doch nun liegt ihre Karriere in Trümmern. Die Rede ist natürlich von der ehemaligen AfD-Chefin Frauke Petry.

Kurz nach der Bundestagswahl 2017 trat Petry aus der AfD aus, versetzte der noch jungen Partei einen Schock - der aber nur kurz währte. Denn Petry erging es wie Bernd Lucke, den sie einst selbst gestürzt hatte. Ihr eigener Name reichte nicht aus für eine Polit-Karriere jenseits der AfD. Das dürfte spätestens seit diesem Sonntag klar sein. Ihre neu gegründete Partei, Die Blauen, schnitt bei der Wahl in Sachsen katastrophal ab. In den Hochrechnungen von ARD und ZDF wurde die Nischenpartei nicht einmal erwähnt.

Landtagswahl Sachsen: Petry wurde ihr eigenes Opfer

Petrys Slogan „Konservativ, aber anständig“ verfing bei den Wählern der AfD wohl nicht. Sie wollten das radikale Original. Überraschend kommt diese Klatsche nicht. Schon seit Monaten dümpelte Petrys Partei vor sich hin, schaffte es nicht einmal, die nötigen Unterstützerstimmen für die Europawahl einzusammeln.

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Petry wurde letztlich Opfer ihrer eigenen Strategie. Sie selbst war es, die ihren Gegenspieler Bernd Lucke auf dem legendären Essener Parteitag der AfD stürzte. um an die Macht zu kommen - und damit für eine weitere Radikalisierung der AfD sorgte.

Björn Höcke konnte sie nicht verhindern

2017 war sie es dann, die ein weiteres Abdriften der AfD nach rechts verhindern. Sie versuchte den Thüringer Rechtsaußen Björn Höcke mittels Ausschlussverfahren aus der Partei zu drängen. Ohne Erfolg. Höcke gilt längst als der aufstrebende Politiker der AfD, Petry musste sich in die Illusion der der „Blauen Partei“ flüchten.

Gegenüber dem „Spiegel“ hatte Petry sich vor der Wahl in Durchhalteparolen geflüchtet. Man habe es als kleine Partei natürlich nicht leicht, aber „auf der anderen Seite sehen wir aber mit jeder neuen Umfrage, dass der Platz für eine echte konservative Partei da ist. Deshalb machen wir unbeirrt weiter.“ Das hat sie getan. Ohne Erfolg.

 
 

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