Röttgen verzichtet auf sein Landtagsmandat

Norbert Röttgen (CDU) will nicht in den NRW-Landtag einziehen. Foto: Clemens Bilan/dapd
Norbert Röttgen (CDU) will nicht in den NRW-Landtag einziehen. Foto: Clemens Bilan/dapd
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Der geschasste Umweltminister und Ex-CDU-Chef in NRW, Norbert Röttgen, wird trotz seiner Wahl im neuen Landtag keine Rolle spielen. Röttgen gab sein Mandat zurück. Auch bei der SPD ist eine Personalie entschieden.

Düsseldorf.. Der ehemalige Bundesumweltminister Norbert Röttgen wird nicht im neuen Düsseldorfer Landtag sitzen. Wie Landtagspräsident Eckhard Uhlenberg erklärte, verzichte Röttgen auf sein Mandat. Ein Direktmandat hatte Röttgen zwar verfehlt, da er in seinem Bonner Wahlkreis dem SPD-Politiker Bernhard von Grünberg deutlich unterlag. Über den ersten Platz der Landesliste erhielt Röttgen allerdings einen Sitz im neuen Landtag.

Der Spitzenkandidat der CDU und Kraft-Herausforderer Röttgen hatte bei der NRW-Wahl eine historische Niederlage erlitten und war daraufhin als CDU-Vorsitzender der NRW-CDU zurückgetreten. Wenige Tage später entließ ihn Bundeskanzlerin Merkel auch als Umweltminister. Röttgen hat jedoch weiterhin den Vize-Posten in der Bundes-CDU inne. Außerdem will er sein Bundestagsmandat behalten. Eine gleichzeitige Mitgliedschaft im Bundestag und dem Düsseldorfer Landtag wäre zwar möglich gewesen, galt im Fall Röttgen aber als unwahrscheinlich.

Neben Röttgen verzichtet seine frühere Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Ursula Heinen-Esser, auf ihr Landtagsmandat, so dass voraussichtlich Christian Haardt und Jens Kamieth für die CDU ins Düsseldorfer Parlament einziehen werden.

Römer rückt bei der SPD nach

Bei der NRW-SPD ist unterdessen ebenfalls eine Personalie bestätigt: Norbert Römer wird in den Landtag nachrücken, weil Karl-Heinz Krems auf sein Mandat verzichtet. Fraktionschef Römer hatte bei der Wahl im Wahlkreis Soest gegen Eckhard Uhlenberg sein Direktmandat verloren und stand auf Platz 1 der SPD-Nachrückerliste. Krems soll als Kompensation für seinen Mandatsverzicht neuer Justiz-Staatssekretär werden. (jgr/dapd)

 
 

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