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Rente: Inflation trifft Rentnern besonders hart – „Einkauf beim Bäcker kann sich niemand mehr leisten“

Höchste Rentenerhöhung seit vierzig Jahren im Westen

Das Bundeskabinett hat eine deutliche Rentenerhöhung beschlossen: In Westdeutschland steigen die Renten zum 1. Juli um 5,35 Prozent und im Osten um 6,12 Prozent - in den alten Bundesländern ist es die höchste Rentenerhöhung seit fast vierzig Jahren.

Die Inflation wird zu einer immer extremeren Belastung für Rentner. Trotz der Erhöhung der Rente im Juli müssen immer mehr Menschen im Alter jeden Cent zweimal umdrehen, um über die Runden zu kommen.

Abseits der statistischen Zahlen zur Inflation zeigen Einzelschicksale auf, was die aktuelle Preisexplosion im Alltag vieler älterer Mitmenschen bedeutet. Die Rente reicht für sie vorne und hinten nicht!

Rente: „Keine Tomaten mehr, weil Geld nicht reicht“ – Preis-Hammer trifft alte Menschen

Die Münchner „tz“ hat mit zwei Rentnerinnen gesprochen, die angesichts der Inflation von 7,6 Prozent im Juni von der Preislast erdrückt werden. Da ist die ehemalige Wiesnbedienung Isolde A. (67), für die nun die höheren Abschlagszahlungen für Heizung und Warmwasser ein heftiger Schlag sind. Genau 80,13 Euro muss sie nun monatlich mehr ausgeben – bei einer Rente von 672 Euro!

Neben den gestiegenen Energiekosten belasten sie auch die höheren Kosten im Supermarkt. Die Inflationsrate für Lebensmittel liegt aktuell bei 11,9 Prozent. Isolde A. gibt der „tz“ preis: „Ich muss immer irgendetwas verschieben. Wenn etwa die große Packung Waschmittel im Angebot ist, muss ich zuschlagen. Doch dann gibt es eine ganze Zeit lang keine Tomaten mehr, weil das Geld nicht mehr reicht.“

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Armut in Rente: „Brot ist fast schon ein Luxus geworden“

Bei manchen Lebensmittel muss sie sich noch mehr einschränken: „Das Brot habe ich immer beim Bäcker gekauft, aber das kann sich ja heute niemand mehr leisten.“ Hier stimmt ihr eine weitere Armutsrentnerin zu. Gerlinde K. sagt der Redaktion der „tz“: „Ja, Brot ist fast schon ein Luxus geworden.“

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Die 83-jährige Gerlinde K. hat ihre Alltagsgewohnheiten nun auch im Badezimmer verändert. Sie dusche nur noch zweimal in der Woche, um Kosten zu sparen. Doch sie versucht die Dinge auch anders zu betrachten. Zum einen wäre es sowieso nicht so gut für ältere Haut, sich häufig zu duschen. Zum anderen meint sie im Gespräch mit der „tz“: „Wir waren die letzten Jahrzehnte sehr verwöhnt. Man hätte schon viel früher Energie sparen können.“